Ich bin so maiglöcklich! Ein-Wort-Blogparade

Liebe Leserinnen und Leser!

Etwas Ruhe ist hier auf dem Blog eingekehrt und die Gründe dafür sind schnell genannt. Vor allem liegt es daran, dass mich derzeit viele Projekte zeitlich sehr stark einbinden und die TEXTBASIS quasi auf Hochtouren läuft. Daraus folgt dann leider, dass ich den Blog erst einmal für ein Weilchen stilllegen muss. Anfragen per E-Mail oder Telefon erreichen mich natürlich wie gewohnt. Aber nun zum eigentlichen Thema …

Sybille Ebner vom sinn.wort.spiel-Blog veranstaltet derzeit (und nur noch für kurze Zeit, denn ich bin etwas spät dran) eine Blogparade. Schon letztes Jahr im Frühling fand eine solche statt, bei der es Gedichte einzureichen galt. Dieses Jahr ist nun wieder Frühling und auch die Parade kehrt zurück, allerdings mit anderem Thema.

Gesucht wird schlicht nach einem Wort, dem Frühlingswort sozusagen. Die genauen Regeln, finden sich nur einen Netzkatzensprung weit entfernt, nämlich im Originalbeitrag: hier.

Nachdem ich ein bisschen überlegt hatte, entschied ich mich zuerst für „maiglöcklich“. Also in etwa: „Nach diesem schrecklichen Winter trat er nun wieder vor die Tür, die Wiese war herrlich, sie war maiglöcklich und er war es auch.“ Leider hat mir Google verraten, dass nicht nur ich die Idee schon hatte, also schwenkte ich guter Dinge um auf „schneeglöcklich“. Aber auch das gab es schon! Noch mal von vorn, dachte ich, denn alles neu macht der Mai, heißt es zumindest … umständliche Formulierung, hmmm … – da fiel es mir wie Buchstaben aus der Suppe: Hier braucht es ein eigenes Wort – und so wurde mein Kandidat für die Ein-Wort-Blogparade: „neumaiisch“.

Zwar im Schriftbild nicht besonders hübsch, aber doch überraschend leichtgängig auf der Zunge:

Die Sonne kitzelte seine Nase, vorsichtig stand er auf und kleidetet sich an. Er trat zum Fenster, roch frisch gemähtes Gras und hörte die Stimmen vieler Vögel. Alle dunklen Tage und Gedanken waren fort, verschwunden über Nacht wie eine Narbe, die endlich verheilt war. Neumaiisch lag die Landschaft vor ihm – und an der Tür standen seine ausgetretenen Schuhe, ihre Kappen in Richtung Ausgang gerichtet.


Mit Engels‘ Zungen: Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun – brauchen Unterstützung!

Um was es hier geht, ist etwas ganz Tolles! Den Leserinnen und Lesern, die schon länger auf dem textbasis.blog mitlesen, wird Matthias Engels vom Dingfest-Blog wohl ein Begriff sein. Der Autor und Lyriker aus Steinfurt in Westfalen blickt inzwischen auf einige Publikationen zurück und wurde hier schon des Öfteren erwähnt, nicht zuletzt im gemeinsamen literarischen Gespräch mit Wolfgang Schnier und im lyrischen Mittwoch.

Mit Freude darf ich das neue Buch dieses inzwischen zu einem guten Freund gewordenen Federführers ankündigen: Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun. Matthias Engels erzählt darin von einer Begegnung der beiden Schriftsteller Oscar Wilde und Knut Hamsun in Amerika, die eventuell sogar stattgefunden haben könnte – auch wenn sie nirgends tatsächlich dokumentiert ist. Das bietet Raum für reichlich Spekulationen, mag man meinen. Doch Matthias Engels hat in aufwendiger Recherche die historischen Details abgefischt und sowohl den jeweils eigenen Pfad der Akteure als auch ihr Aufeinandertreffen in einem unterhaltsamen historischen Roman zusammengesetzt.

Heikle Passagen

Nun muss das Buch also nur noch erscheinen, und da genau kommen Sie, kommt ihr, liebe Freunde, ins Spiel. Der kladde buchverlag hat sich des Manuskriptes angenommen und dort soll es also auch erscheinen. Das Konzept dieses jungen Indie-Verlages basiert auf dem Prinzip des Crowdfunding: Gegen Vorab-Spenden wird die Buchwerdung finanziert – und sobald der erforderliche Betrag erreicht ist, geht die Post ab. Das Geld ist dabei natürlich nicht leer angelegt: Jeder Spende entspricht ein Gegenwert, Sie kaufen das Buch (oder bei höheren Spenden auch ganz viele weitere schöne und limitierte Dinge) schlicht im Voraus – und dann, kawusch!, fliegt bald schon dieses ganz besondere Büchlein bei Ihnen und euch ein. Start des Fundings ist der 18.05.2014!

Dann steht einem Schmökern im guten Gewissen, dass ein Indie-Verlag und damit die gesamte Indie-Kultur samt Indie-Autor unterstützt wurden, nichts mehr im Weg. Jeder Buchstabe wird süß sein wie Honig und alle Sätze werden ein unglaubliches reiches Bouquet haben. Das klingt zuckrig, jawohl, und etwas Zucker gibt es auch schon im Voraus zu verkosten. Nämlich etwa im folgenden Video, in welchem Matthias Engels sein neues Buch mit eigenen Worten vorstellt.

Also auf zur Funding-Plattform (klick!), etwas Buchliebe kaufen und damit den Mittelweg zwischen Eigenverlag und Mainstream unterstützen: die einzig wahre Indie-Literatur. – Nun los, Sonntag ist Funding-Tag!


Nachwuchspreis Literatur im Erzgebirge 2014. Dazu im Interview: Annemarie Reichenbach, Gewinnerin Epik, 16-20 Jahre

(Für das Interview etwas nach unten blättern!)

Am 09.03.2014 präsentierte sich das Erzgebirge bereits zum fünften Mal von seiner literarischen Seite: In der Baldauf Villa in Marienberg wurden auch dieses Jahr wieder die Nachwuchspreise für Literatur verliehen. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler zeigte sich in seiner Eröffnungsrede froh darüber, dass die Veranstaltung in der Region inzwischen „eine Tradition geworden ist.“

Logo Baldauf Villa

Im gefüllten Saal und bei frühlingsgleichen Temperaturen fanden Ehrungen in den Kategorien Lyrik und Epik statt, Sonderpreise gab es für Zusendungen in Mundart. Unterteilt wurden die verschiedenen Sparten in unterschiedliche Altersklassen.

Allerdings will ich nicht zu sehr in den Veranstaltungsrahmen abschweifen. Denn andere Fragen drängen in den Vordergrund. Wenn schon der Nachwuchs gefördert und ausgezeichnet wird, dann sollte zumindest ersichtlich werden: Was waren die Themen und was bewegte die jungen Autorinnen und Autoren?

Im Bereich Mundart wurden von den Verfasserinnen die Texte zum Zwecke der Originalität selbst vorgetragen. Heitere Geschichten, nicht ohne kritisches Moment aus den Augen von Jugendlichen: Hier ein Schulausflug ins Elbsandsteingebirge, dort der alljährliche Wahnsinn beim Geschenkekaufen vor Weihnachten. Alte Hüte vielleicht, dennoch zeigten die vorgetragenen Texte durch ihre mundartliche Färbung, dass Inhalt nicht nur durch Textaussage, sondern auch durch Akustik vermittelt werden kann. Man sagt uns Erzgebirglern manchmal nach, eigentümlich zu sein – und charmanter als in Mundart könnte diese Eigentümlichkeit nicht skizziert werden. Dass Nicki Luise Schlosser aus Crottendorf und Sabrina Seifert aus Großrückerswalde es geschafft haben, dieses regionale Kolorit sowohl sprachlich als auch psychologisch einzufangen und die Geschichten dadurch greifbar zu machen, dafür gebührt beiden die Auszeichnung mit dem Sonderpreis Mundart zu recht!

Preisträgerinnen des Nachwuchspreises Literatur im Erzgebirge 2014

Preisträgerinnen des Nachwuchspreises Literatur im Erzgebirge 2014

Nach dieser unterhaltsamen Einstimmung wandte sich die Veranstaltung den mundartlich weniger auffälligen Preisen in den Bereichen Lyrik und Epik zu. Besonders auf die Lyrikauszeichnungen hatte ich mich gefreut – und meine Erwartungen wurden erfüllt. Die Jury zeigte sich offen für moderne Lyrik und gestand den ersten Preis in der Altersgruppe 10-12 Jahre drei Elfchen-Gedichten aus der Feder von Selina Ficker aus Aue  zu, deren nüchterne thematische Treffsicherheit auf Sprachgefühl und Sprachökonomie schließen ließen. Der erste Preis in der Altersgruppe 13-15 Jahre wurde Lucie Neumann aus Flöha, OT Falkenau verliehen. – (Und außerordentlich stolz war ich darauf, dass der zweite Preis in der Altersklasse 10-12 Jahre überreicht wurde an Leona Rössel aus Lößnitz, welches ebenfalls meine Heimatstadt ist.)

In der Altersgruppe 16-20 dominierten, man mag es eventuell vorausgeahnt haben, existenzialistische Töne, die einen Bogen über Freiheitsgefühl, Ich-Suche und Selbstbestimmung spannten. In durchweg starken Versen gelang es Deborah Löschner aus Marienberg, OT Pobershau ein farbenreiches, wenn auch manchmal düster ausgeleuchtetes Bild zu zeichnen. Die reimfreien Verse – darüber habe ich mich besonders gefreut – wurden von der Jury gewürdigt und keine gestelzten Reim-Monster erhielten die vorderen Preise. Die zeitgenössische Lyrik scheint sich auch im Erzgebirge einen Weg durch die oft traditionalistisch angehauchten Lehrpläne geschaufelt zu haben, das ist ein gutes Zeichen abseits von veralteten Mustern und der oft tristen Forenlyrik unserer Zeit.

Die Gewinnertexte allerdings der Avantgarde zuzuordnen, ginge zu weit, das sprachliche Repertoire orientierte sich einige Male doch nahe an bekannten Wendungen und den gefürchteten Wie-Vergleichen. Davon abgesehen, wurde das Sprachmaterial rhythmisch auffällig stark durchgestaltet und wirkte unaufdringlich nuanciert, sodass ich zu dem Schluss komme: Wenn das der Anfang war, dann darf man auf alles Weitere gespannt sein – schließlich handelt es sich um einen Nachwuchspreis, der die Motivation für weiteres Textschaffen befördern soll. Dass im Bereich Lyrik die Grundlagen dazu vorhanden sind, das wurde am 09.03.2014 eindrucksvoll vorgeführt.

Zum Abschluss ging es an die Prosa. Beide Gewinnertexte orientierten sich an dem Motiv der Figurenbewegung. In der Kategorie bis 16 Jahre wurde entlang eines Marathonlaufes erzählt, der in einer geträumten Transformation des Erzählers in einen Baum endete. Gemessen an der Altersklasse wurde überraschend tiefgründig über Affekt und Relativität nachgedacht, ohne dies allerdings explizit zu benennen. Herzlichen Glückwunsch an Luisa Heilmann aus Marienberg!

Noch beeindruckender war hingegen die Auszeichnung von Annemarie Reichenbach aus Lengefeld, OT Reifland in der Altersklasse 16-20 Jahre mit ihrer Kurzgeschichte „Inhalt eines Lederkoffers“. Unübertroffen stark an diesem Nachmittag führte die Autorin ihre Protagonisten in verschränkter Erzählweise auf zwei ganz unterschiedlichen Bahnen entlang. Dass sich deren Wege kreuzten, bemerken beide schließlich an zwei vertauschten Koffern, ohne jedoch die Verwechslung als solche und sich gegenseitig wahrgenommen zu haben. Nicht nur konzeptionell gelang es der Autorin, Tiefe in ihre Worte zu geben. Spürbar war dies auch an der Verwendung ganz unterschiedlicher Satzgestaltungen bei der stillen, kaum hörbaren Verknüpfung beider Erzählstränge, und vor allem durch die beinahe poetische Wendung zum Schluss der Erzählung, die elegant zusammenführte, was in den Charakterbiografien bis dahin noch offen geblieben war. Das war bewusst geschriebene, durchdacht arrangierte Literatur einer jungen Autorin, die mit ihren Texten eigentlich nur eines will: Alles Schlechte etwas besser machen. Ich freue mich, dass Annemarie sich bereiterklärt hat, für den textbasis.blog ein paar Fragen zu beantworten!

„Mein Lebenstraum ist es, später mal ein Haus am Meer zu haben und dort dann im Strandkorb zu sitzen und Bücher und Tausende Briefe an alle Menschen zu schreiben, denen es an Liebe und Lebendigkeit fehlt.“ (Annemarie Reichenbach)

Annemarie Reichenbach

Annemarie Reichenbach aus Lengefeld, OT Reifland. Gewinnerin des Nachwuchspreises Literatur im Erzgebirge 2014 in der Kategorie Epik, 16-20 Jahre

Textbasis: Herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz in der Kategorie Epik der Altersklasse 16–20, Annemarie! Wie viel Überwindung kostet es eigentlich, an einem Nachwuchswettbewerb teilzunehmen?
Annemarie Reichenbach:
Dankeschön! Nun, eigentlich fällt es mir jetzt nicht mehr besonders schwer, da ich es endlich mal getan habe. Schon lange vorher wurde mir nahegelegt, mal irgendwo teilzunehmen, aber entweder habe ich von diesen Wettbewerben erst nach Einsendeschluss erfahren oder immer wieder Ausreden vorgeschoben; und dann – hups – war der Wettbewerb auch schon wieder vorbei. Wahrscheinlich ist der Grund meistens der gewesen, dass es mir nie darum ging, mit dem Schreiben irgendetwas zu erreichen, sondern ich das einfach als Entspannung gesehen habe. Aber nun, da hat sich ja durch den wirklich überraschenden Erfolg wohl einiges an meiner Einstellung gegenüber Wettbewerben geändert!

Textbasis: Man spürt, dass dies nicht deine ersten Zeilen sind. Wie lang schreibst du schon und was begeistert dich an der Literatur?
Annemarie Reichenbach:
Ich schreibe eigentlich, seit ich schreiben kann, auch wenn das wahrscheinlich ziemlich seltsam klingt. Meine Lieblingsbeschäftigung als Kind war Telefonieren und Bücher-vorgelesen-bekommen, und als ich dann endlich schreiben und lesen konnte, waren meine Lieblingsunterrichtsstunden immer die, in denen wir Geschichten schreiben sollten. Da ich außerdem ziemlich viel und gern lese (obwohl das leider in den letzten Jahren zeitbedingt weniger geworden ist), hatte ich schon immer ein ziemlich enges Verhältnis zur Literatur und vor allem zu den „Geschichten, die das Leben schreibt“. Als ich dann auf verschiedenen Reisen, Freizeiten oder Kuren immer mehr Leute kennenlernte, die ich selten sehen konnte, habe ich oft ganze Tage verbracht, mit diesen zu schreiben. Das war wahrscheinlich unbewusste Übung oder so.
Mit 11 habe ich dann angefangen, längere Geschichten und kleine Bücher oder Theaterstücke zu schreiben, sei es für die Schule, als Geschenk für andere oder einfach nur zum Spaß. Seit meiner „ersten großen Liebe“ mit 13 habe ich Gedichte, Lieder und Kurzgeschichten verfasst, um erst Liebeskummer und dann Alltag und Realität zu verarbeiten – und genau das hat mich so fasziniert. Literatur hat etwas geschafft, was nichts anderes geschafft hatte, kein Sport, kein anderes Hobby: Ich habe dadurch all meine Gefühle verarbeiten können und war danach „mit mir im Reinen“. Außerdem finde ich es nach wie vor faszinierend, wie unterschiedlich Menschen Literatur erleben, interpretieren und schaffen, und dass Literatur eigentlich nie wirkungslos bleibt.

Textbasis: Nun behaupten einige, dass die jungen Menschen heute pauschal weniger lesen würden und weniger Interesse am Schreiben hätten. Woran liegt das – oder kannst du dem nicht zustimmen?
Annemarie Reichenbach:
Wie schon gesagt, ich muss leider auch feststellen, dass ich deutlich weniger Bücher lese als früher, sei es aus Zeitgründen oder weil einfach so viel englische und deutsche und französische Pflichtschullektüre auf meinem Nachttisch lag. So geht es anderen jungen Leuten, die sich eigentlich sehr für Literatur interessieren, sicher auch.
Außerdem ist es ja nicht so, dass wir weniger lesen, wir lesen einfach nur nicht so viele Bücher – aber wenn man mal die Wörter zählen würde, die wir täglich durch Facebook, Blogs oder SMS in unseren Kopf (und manchmal in unser Herz) lassen …
Wahrscheinlich sind viele einfach zu „müde“ und würden eine Buchverfilmung meist einem Buch vorziehen – berieseln lassen, keine eigenen Gedanken machen – das muss man im Alltag eh schon genug.
Ich freue mich allerdings immer, wenn ich irgendwo durch Städte laufe oder Nahverkehr fahre und junge Menschen sitzen statt mit dem Smartphone mit einem Buch in der Hand da; oder eben nur mit einer Reisezeitschrift. Aber sicher, ohne diese ganze mediale Neuorientierung würde man sicher mehr Bücher als irgendwelche Onlineartikel lesen. Das Interesse am Schreiben kann ich nur schlecht beurteilen, da sehr viele Freunde und junge Menschen in meinem Umfeld schreiben – Gleiches verträgt sich wahrscheinlich mit Gleichem -, aber ob so im Allgemeinen weniger Literatur junger Menschen entsteht?

Textbasis: Wie sieht es aus mit dem Literaturunterricht an deiner Schule: Ist der zeitgemäß oder wünschst du dir als junge Autorin manchmal Veränderungen?
Annemarie Reichenbach:
Ich empfinde den jetzigen Sekundarstufe-II-Unterricht im Deutsch-Leistungskurs als genau die richtige Mischung zwischen historischen und zeitgemäßen Elementen. Wir können sehr viel kreativ einbringen, zum Beispiel Gedichtverfilmungen oder gestaltende Interpretationen und Projekte. Wir lernen dabei aber auch viel über die individuellen Hintergründe und vor allem das Theaterspielen, da unsere Lehrerin selbst eine Theatergruppe leitet. Ich weiß aber, dass es in anderen Kursen gar nicht so ist, deshalb hab bestimmt nur ich so viel Glück, und andere junge Autoren sehen ihren Literaturunterricht eher als Zeitverschwendung an. Der Lehrplan selbst gibt nicht so unheimlich viel her, aber entscheidend ist, was man daraus macht.

Textbasis: Gibt es Zukunftspläne oder war das schon dein letzter Text?
Annemarie Reichenbach:
Ich glaub, schon allein die Tatsache, wie ich mich selbst in ein paar Jahren sehe, ist ein ganz großer Einwand dagegen! Mein Lebenstraum ist es, später mal ein Haus am Meer zu haben und dort dann im Strandkorb zu sitzen und Bücher und Tausende Briefe an alle Menschen zu schreiben, denen es an Liebe und Lebendigkeit fehlt. Ich gehe nie ohne mein kleines Notizbuch aus dem Haus, und kein Weg, egal wohin, ist vorbei, ohne dass ich es aus der Tasche ziehe und Verse oder Impressionen aufschreibe. Ich möchte auch in meinem späteren Beruf einmal viel mit dem Schreiben, vielleicht sogar dem Journalistischen zu haben, weiß allerdings noch nicht genau, wohin mich mein Weg führen wird. Ein weiterer sehr konkreter Plan ist der Druck eines kleinen Lyrikbandes mit etwa 40 Gedichten aus dem letzten Jahr, die von Alltag, Depression und Fundstücken handeln. Und wer weiß: Vielleicht bringe ich bald das Buch zu Ende, das mir seit zwei Jahren aufgrund eines einschneidenden Erlebnisses sehr am Herzen liegt, und das ich immer wieder anfange und dann wieder lösche, und wieder anfange, und wieder verwerfe, weil es mir noch schwerfällt, mit dieser Sache klarzukommen.
Auf jeden Fall kann ich mir nie vorstellen, mit dem Schreiben aufhören zu wollen. Schon jetzt macht es mir sehr viel Freude, wie soll es erst dann sein, wenn ich nach dem ganzen Schulstress momentan vielleicht sogar noch mehr Zeit dafür habe? Man weiß nie was die Zukunft bringt und ich mag Pläne ohnehin nicht so. – Aber das Schreiben aufgeben? Niemals!

Textbasis: Herzlichen Dank für deine Antworten, Annemarie. Ich gratuliere dir noch einmal zum ersten Platz und wünsche dir für die Zukunft viel Erfolg, viele gute Ideen und natürlich flinke Finger. Mögen sie dich deinem Haus am Meer entgegen tippen!

Abschließend möchte ich mich herzlich bedanken für die Einladung zu einem tollen Nachmittag in Marienberg! Besonderer Dank gilt dabei den Organisatorinnen, Unterstützern und natürlich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie den Mut hatten, sich der Öffentlichkeit mit eigenen Texten zu stellen. Nur weiter so!

(Und eine Beobachtung kann ich zum Abschluss nicht unerwähnt lassen: Jungs, haut in die Tasten, wetzt eure Kugelschreiber stumpf! Beinahe hätte ich nicht von Teilnehmerinnen und Teilnehmern schreiben können, der männliche Anteil war verschwindend gering – das kann nicht sein, macht den Mädels und den jungen Frauen nächstes Jahr einmal ordentlich Dampf unter den Schreibblöcken. Da geht ganz sicher noch mehr!)

Danke an alle, bis 2015 in Marienberg!


Von Fehlern, Arbeitsabläufen und überhöhten Erwartungen

In einem schon etwas weiter zurückliegenden Beitrag („Du kanst misch mal lesen!“) habe ich darüber geschrieben, warum es wichtig ist, seine Texte möglichst fehlerfrei zu verfassen. Ich kam zu dem Schluss, dass gute Rechtschreibung die Höflichkeit ist, mit der Autorinnen und Autoren ihren Lesern begegnen. Das heißt nicht, dass jeder perfekt schreiben können muss (dann wären alle Korrektorate ihrer Arbeit beraubt), das heißt aber, dass jeder zumindest das Gefühl vermitteln sollte, sich bemüht zu haben. An dieser Meinung halte ich nach wie vor fest: Der Fehler gehört zum Text und zum Buch, wie Text und Buch zum Menschen gehören – alles andere wäre auch wirklich gruselig. Davon abgesehen, ist diese menschliche Seite nie eine Freikarte für unflätiges orthografisches Verhalten.

So zumindest die Theorie, die mit der Wirklichkeit nicht immer Hand in Hand geht. Zwar ist es so, dass jede auch nur halbwegs geübte Leserin sofort bemerkt, ob ein Autor sein Handwerk versteht, schlicht aufgrund der Tatsache, dass sie erkennt: Oh, der schreibt echt gut. Andererseits ist es aber keinesfalls die Aufgabe der Autoren, perfekte Texte abzuliefern oder später aufgrund von Fehlerteufelchen verurteilt zu werden. Dieses Dilemma erklärt sich leicht und kann ebenfalls leicht aufgelöst werden.

Zuerst einmal sollten sich alle Bewohner der Wortwelt (Autoren, Leser, Lektorate, Korrektorate et cetera) bewusst sein, dass eine klare Trennung existiert zwischen Textschaffen, Textbearbeitung und Textkonsum. Die Hauptaufgabe des Autors ist das Hervorbringen von Text, das Umwandeln seiner Kreativität (im fiktionalen Bereich) und seines Sachverstands (im nicht fiktionalen Bereich) in Worte. Dies ist der Ausgangspunkt von allem: der rohe Text, das rohe Gemüse, aus dem erst noch ein leckeres Gericht gezaubert werden muss. Dabei wäre es völlig verfehlt, wenn sich Autorinnen und Autoren schon beim Schreiben die Köpfe zermarterten über dieses und jenes Komma oder knifflige grammatische Fragen. Das schränkt nur ein, das verhindert und mindert am Ende das Ergebnis, welches dadurch seinen Zug verliert und im schlimmsten Fall verkopft und angestrengt wirkt. Textschaffende sollen Text schaffen, den Rest übernehmen die anderen in gemeinsamer Textarbeit.

Steht die Rohfassung eines Textes oder eines Kapitels, so ist es natürlich die Aufgabe jedes Autors, zu kontrollieren, zu verbessern und umzuschreiben, bis er selbst mit der Fassung seines Texte zufrieden ist. In diesem Moment kommt die Höflichkeit gegenüber den Leserinnen und Lesern ins Spiel. Und in diesem Moment trennen sich die Guten vom Rest. Denn, blickt man der Tatsache rau ins Auge, so muss man eingestehen, dass ohnehin zu viel Text produziert wird, und nur der überhaupt die Möglichkeit hat, einmal einen größeren Leserkreis zu erreichen, der in der Lage ist, aus seinem Textrohdiamanten ein kleines Schmuckstück zu machen. Doch wie im Bergbau ist es auch beim Texteschreiben: Erst einmal müssen die Ideen abgetragen und an die Oberfläche befördert werden, dann kann die Veredelung beginnen.

Um in der Metapher zu bleiben: Nicht jedes Schmuckstück ist gleich schön und wertvoll. Je nachdem, wie viel Zeit und Arbeit man in seinen Text investieren möchte, gibt es Möglichkeiten, die eigenen Texte in gemeinsamer Arbeit aufzupolieren. Sei es durch eine Textredaktion, die Fakten und Argumente auf Herz und Nieren prüft, ein Lektorat, in dem Stil, Textanlage und Textgestaltung geprüft werden, ein Korrektorat, das sich um Orthografiedämonen kümmert, oder aber durch Testleser aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, deren Rückmeldungen, sofern ehrlich und kritisch, überaus bedeutsam sind.

Darum ist es folgendermaßen: Erst der Text, dann das Finish. So einleuchtend diese Aussage klingen mag, so wenig wird sie doch beachtet. Da gibt es Autoren, die nie zu einem Ende kommen, weil sie an sprachlichen Details festhängen. Dann sind da andere, die zu einem Ende kommen, jedoch nicht sehen, dass zwar das letzte Wort geschrieben, der Text aber noch weit am Anfang steht. Nicht zuletzt sind dann noch diejenigen Leser, die alle Fehler vergeben und meinen, es sei doch unwichtig, ob einer gut (recht)schreiben könne oder nicht, es komme auf den Inhalt an (das sind meist die, die es selbst nicht besser können), und dann gibt es noch die Leser, die meinen, jeder Text sei unwürdig, gelesen zu werden, sobald sich ein paar Fehler eingeschlichen haben (das sind meist die, die gern selbst Texte schreiben wollen, denen neben allen Rechtschreibkenntnissen aber der schöpferische Geist fehlt). Das alles sind Gruppen, deren Herangehensweise an Texte antiquiert und einseitig ist.

Denn Autorin oder Autor zu sein, zeichnet sich lange nicht mehr dadurch aus, dass man Text verfasst und ihn dann verlegt (bekommt). Es zeichnet sich dadurch aus, alles zumindest gut zu können, die Abläufe zu kennen und nicht zuletzt, sich selbst als Performer verkaufen zu können, der aus Lesungen Events und aus Texten Erlebnisse macht. Das Internet und allen voran Blogs bieten der neuen Literatur unzählige Möglichkeiten, die von Unzähligen auch genutzt werden. Das hat den ungeheuren liberalen Vorteil, dass jeder und jede Meinung gelesen werden kann; das birgt allerdings auch das Risiko, dass eine Masse minderer Qualität den hochwertigen Beiträgen die Bodenlatten unter den Füßen abträgt.

Je mehr ein Autor im Netz veröffentlicht, umso mehr muss er in sich Textschaffenden, Lektorat und Korrektorat vereinen. Denn gerade Blogtexte leben von ihrer Aktualität, von dem kurzen Weg heraus aus der Word-Datei und hinauf auf den Blog. Umso wichtiger ist es, sich nicht zu verrennen: Erst wird geschrieben, dann wird verbessert, am Ende korrigiert und zum Schluss wird veröffentlicht. Dass diese Netzveröffentlichungen nicht die Qualität von Verlagsveröffentlichungen erreichen, zumindest nur in seltenen Fällen, ist ganz natürlich. Denn wäre jede Autorin nicht nur Autorin, sondern ebenso gute Lektorin und Korrektorin, so bräuchte es am Ende gar keine Lektorate und Korrektorate mehr.

Vor diesem Hintergrund ist also nicht nur den Textschaffenden, sondern auch allen kritischen Augen und kritischen Lesern geraten, die aufgerissenen Augen im Falle von Netzveröffentlichungen einen Spaltbreit zuzudrücken. Denn den Anspruch eines professionell bearbeiteten Textes an einen selbst verfassten und selbst bearbeiteten zu legen, ist vermessen – und unterschwellig die paradoxe Forderung nach Einstampfung der eigenen Profession.

Fazit: Das Bemühen zu spüren, dass sich ein Autor Mühe gegeben hat, auch nicht davor zurückgeschreckt ist, in ein (Online-)Wörterbuch zu schauen und seinen Text zumindest ein Mal am Stück gelesen zu haben, das ist es, was spürbar werden muss. Das ist auch das, wonach selbstveröffentliche Texte streben sollten: zu vermitteln, dass das, was dort steht, genau so dort stehen soll. Dann ist das Kriterium der Höflichkeit auf beiden Seiten des Textes erfüllt, dann kann man guten Beiträgen kleine Schwächen verzeihen und man setzt nicht jeden Autor unter Druck, er müsse selbst alles perfekt beherrschen.
Denn im Leben ist es doch auch so, dass man Menschen schätzt, obwohl sie Fehler haben, dass manche Fehler einige Menschen sogar erst sympathisch machen. Warum sollte uns das bei Texten nicht auch gelingen?

Ist das zu nachgiebig oder immer noch zu hart? Ich würde mich über Ihre Meinung in den Kommentaren freuen.


Ein Blogstock mit Buchfragen

Aufgemerkt: Ich wurde beworfen! Nämlich mit einem Blogstock, den der sehr geschätzte Dichter und Autor Wolfgang Schnier in meine Richtung warf. Ich bin mir nicht vollends sicher, wie nah das am Kettenbrief ist, aber einmal ehrlich, wenn es um Bücher und Lesen geht, dann kann es so schlimm wohl nicht sein. Hinter der gesamten Aktion steht vielmehr der Wunsch, auf ein paar kurzweilige Blogs hinzuweisen und etwas zu erfahren über die Lesegewohnheiten der Betreiberinnen oder Betreiber. Ich finde, das klingt gut, und deswegen freue ich mich, dass ich beworfen wurde, und will sehr gern die Fragen beantworten.

Welches Buch liest du momentan?
Warum liest du das Buch? Was magst du daran?

Hier wäre der Plural wohl besser, denn ich kann mich nicht mehr recht daran erinnern, wann ich das letzte Mal nur ein Buch in Beschlag hatte. Es ist eine schlechte Angewohnheit, allzu viel gleichzeitig zu lesen, zumindest ich habe dann immer das Gefühl, nicht richtig von der Stelle zu kommen. Auf meinem Nachttisch stehen derzeit:

Jesse Jarnon: Big Day coming. Yo La Tengo and the Rise of Indie Rock.
Die bisher einzige Biografie über die wohl beste Band der Welt. Zumindest für mich. Als Yo-La-Tengo-Fan durch und durch natürlich Pflichtlektüre und zusammen mit den schön recherchierten Details einfach wahnsinnig unterhaltsam.

Christoph Buchwald/Jan Wagner (Hg.): Das Jahrbuch der Lyrik 2013.
Zeitgenössische Lyrik in den schönsten Versen. Die Herausgeber haben eine Auswahl getroffen quer durch das aktuelle Spektrum. Vom eher konservativen bis zum modernen Schreiben finden sich nahezu unendlich viele gute Gedichte und ich lese jedes Mal wieder gern darin. Warum ich das lese, klar, weil ich moderne Lyrik liebe und so eine Sammlung bei mir einfach dazugehört, um schnell abtauchen zu können.

Bücher

Peter Buwalda: Bonita Avenue.
Aus Zeitmangel noch immer nicht beendet, aber für mich das beste fast noch neue Buch mit fantastischer Sprache. Schon kurz nachdem es erschienen war, habe ich mich verliebt und die Liebe ist noch immer frisch. Ein bisschen schade ist es, dass Niederländisch nicht zu meinen Stärken zählt, weswegen ich aber umso mehr begeistert bin, was Gregor Seferens in diese Übersetzung an Sprachkraft hineingelegt hat. Die Geschichte ist modern erzählt, die Figuren und Charakterbiografien einfach fantastisch, witzig und tragisch zugleich. Zwar nicht in dem Sinne monumental wie Manns Buddenbrooks, aber wohl bald schon ein Familienroman-Klassiker.

Ben Goldacre: Die Pharma-Lüge.
Ich weiß auch nicht so recht, was mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu kaufen. Ich vermute, dass es ein bisschen die interessante Aufmachung gewesen ist. Dabei ist das Thema spannend, jedoch für meinen Geschmack etwas zu reißerisch geschrieben. Wahrscheinlich komme ich deswegen auch nur schwer voran … Als populärwissenschaftliches Sachbuch aber durchaus informativ – und auch nur halb so verschwörerisch, wie es der Titel vermuten lässt.

Noch ungelesen wartet neben diesen Büchern bereits David Copperfield von Charles Dickens auf seinen Einsatz. Ein sehr guter Freund hat mir die Lektüre bereits eine gefühlte Ewigkeit ans Herz gelegt, bisher habe ich es immer aufgeschoben, weil ich nicht noch ein Buch beginnen wollte. Doch ich spüre schon, wie sich dieser Dickens immer mehr an meine Augen drängt.

Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich an eine der Geschichten erinnern?

Oh ja! Vor allem die grimmschen Märchen sind eine schöne Erinnerung, aber auch das Petermännchen ist ganz einmalig gewesen. Von meiner Mutter erdacht, lebte jene kleine Person im Wald und hat allerlei lustige Sachen gewusst und getan. Zwar gab es diese Geschichten nie in geschriebener Form, aber durch das häufige Erzählen waren sie so etwas wie ein Lieblingsbuch ohne Buch. Das hatte den wunderbaren Vorteil, dass man interaktiv, wie ich wohl jetzt sagen würde, mitbestimmen konnte, wie es weitergeht. Und das war natürlich als Kind einfach großartig.

Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den/die du mal regelrecht verliebt warst?

Nein. So etwas wie Liebe zu einer Figur erscheint mir auch ehrlich gesagt ein bisschen absurd. Es gab eine Figur, die mich damals ganz schrecklich fasziniert hat und die auch jetzt noch nachwirkt. Ich weiß nicht mehr, wann genau es war, dass ich Hesses Narziß und Goldmund das erste Mal gelesen habe, aber die Figur von Goldmund begeisterte mich von Anfang an. Die romantische Suche quer durch die Welt und dieses Hin und Her zwischen den ideellen Überzeugungen haben ihre Wirkung auf mich als jugendlichen Leser nicht verfehlt. Bis jetzt würde ich sagen, dass Narziß und Goldmund das wichtigste Buch für mich ist, auch wenn sich inzwischen zu all der Romantik ein bisschen mehr Realität gesellt hat.

In welchem Buch würdest du gern leben wollen?

Ich stelle mir das etwas ungemütlich und auf Dauer möglicherweise zu staubig vor. Aber Spaß beiseite würde ich mich wohl in einem Fantasybuch ganz wohlfühlen. Die Welt von Harry Potter gefällt mir sehr gut, aber Voldemort nervt einfach zu sehr und ohne Dumbledore ist es nur halb so witzig. Mittelerde vielleicht, aber da bitte auch nach den großen Schlachten. – Vielleicht wäre es ja auch gar nicht so verkehrt, in einem guten Kochbuch zu leben? Das wäre so eine Art kleines Schlaraffenland dann. Nein! Jetzt habe ich die Lösung: Die Frage ist etwas schief, denn nicht in einem Buch möchte ich leben, sondern zeitgleich mit einer Figur. Dann wäre ich zu gern Arthur Hastings, der Hercule Poirot bei seinen Fällen begleitet. Denn wenn es eine Figur gibt, der ich über die Maßen gern begegnen würde, dann wäre es wohl – Alas! –  dieser schnauzbärtige, kleine Belgier. Dafür verzichte ich auch auf Mittelerde!

Vielleicht haben Sie ja Lust auf das eine oder andere Buch bekommen, das wäre ein schöner Effekt dieser Aktion. Aber nun ist es an mir, den Stock weiterzuwerfen … doch ich werde es nicht tun. Ich habe ein paar befreundeten Bloggerinnen und Bloggern geschrieben, ob sie Lust hätten, das Stöckchen zu fangen, jedoch: Die Reaktionen waren verhalten. Und weil ich den Blockstock nicht ungefragt weitergeben möchte, lege ich ihn an dieser Stelle nieder; sollte sich jemand finden, der große Lust hat, die Runde fortzuführen, so zögere er nicht, das Holz zu ergreifen, ansonsten endet diese Runde hier und heute. (Das klingt wohl dramatischer, als es in Wirklichkeit ist.)