Monatsarchiv: Juni 2013

Gute Ratgeber schreiben

Neulich las ich von Nina Weber einen sehr interessanten Beitrag über das Schreiben von Ratgebern im Handbuch für Autorinnen und Autoren1, der mich dazu bewog, ein bisschen nachzudenken. Dort schrieb die Autorin über die Dinge, die für das erfolgreiche Verfassen ebenjener Texte nötig seien.

Gerade im Bereich Ratgeber werden regelmäßig von den Verlagen sehr hohe Verkaufszahlen erreicht, da eine sehr hohe Nachfrage besteht. Dies hat zur Folge, dass der Markt einerseits überfüllt ist mit Ratgebern (oft auch mit thematisch ähnlichen) und andererseits ein Ratgeber nicht mehr nur durch das Thema, sondern auch die Umsetzung auffallen muss. Diese schließt dabei gleichzeitig das Layout als auch lebendige Sprache und Wissen um Zielgruppen ein, damit diese richtig adressiert und „abgeholt“ werden können.

Und als wäre das nicht schon eine bachtliche Aufgabe, müssen Sie als Autorin und Sie als Autor natürlich auch Fachfrau und Fachmann auf dem jeweiligen Gebiet sein, über das Sie schreiben wollen. Und ganz nebenbei müssen Sie auch noch die Vorstellungen des Verlages erfüllen und am Ende soll im Idealfall etwas herauskommen, in dem Sie sich selbst wiederfinden.

Die Situation, was Ratgeber anbelangt, ist folgende: Der Markt ist gefüllt; wenn ein Ratgeber dennoch erfolgreich sein soll, dann muss er eine Nische bedienen, diese darf jedoch nicht so spezifisch sein, dass sie ein zu kleines Zielpublikum anspricht. Also schon einmal schwierig genug. Darüber hinaus muss das Layout angepasst und frisch, quasi knackig optimiert sein, was zur Folge hat, dass oft nur ein bestimmter Textrahmen zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass Sie nicht immer so viel werden schreiben können, wie Sie wollen, oder aber gerade dann mehr schreiben müssen, wenn Sie das Gefühl haben, dass schon alles gesagt wurde. Weil der Markt umkämpft ist, müssen Sie als Autorin für Ratgeber lernen, mit diesen Unwegsamkeiten umzugehen.

Haben Sie sich also für diesen Weg entschieden, dann werden Sie auf Hindernisse stoßen, die der Markt Ihnen entgegenwirft. Aber das scheint in der Branche üblich, nur darf man sich nicht von den Schwierigkeiten erschlagen lassen. Dazu ist es ratsam, einige Voraussetzungen zu erfüllen. Denn wer anderen Rat geben will, der sollte Rat wissen. Und wer Rat weiß, der weiß oft, wovon er spricht. Um anderen zu helfen, wird es also nicht reichen, selbst ein Laie zu sein und zu hoffen, sich schon irgendwie einarbeiten zu können. Eine Voraussetzung, um erfolgreich Ratgeber zu schreiben, ist, dass sie bereits Expertin und Experte auf einem Gebiet sind, um aus diesem Expertenwissen Text und schließlich Geld zu machen.

Ist diese Grundvoraussetzung erfüllt, dass Sie sich auf einem Gebiet so richtig zu Hause fühlen, dann können Sie beginnen. – Am besten mit der Recherche. Schauen Sie nach, was in Ihrem Wissensgebiet schon geschrieben wurde, schauen Sie, woran sich noch keiner gewagt hat. Und denken Sie so, wie es Nina Weber im oben genannten Artikel vorschlägt: Das, was es schon gibt, das brauchen Sie nicht mehr schreiben – und das, was es noch nicht gibt, das scheint so speziell zu sein, dass sich das Verlegen nicht lohnt. Eine Zwickmühle durch und durch. Der Ausweg: Schauen Sie, was es gibt, und entwickeln Sie eine kreative Idee, einen kreativen Aspekt, der ein bereits vorhandenes Thema aus einer ganz anderen, interessanten Sichtweise aufgreift. Das wird später neben Ihrem Expertenwissen Ihr Hauptverkaufsargument sein (und das ist auch der schwierigste Schritt im Entstehungsprozess Ihres Ratgebers).

Nachdem die Idee steht, eventuell auch schon eine erste Gliederung erstellt wurde, schreiben Sie Ihren Text. Aber schreiben Sie ihn noch nicht in der Herangehensweise, dass Sie die Finalversion erstellen. Schreiben Sie sich Ihren persönlichen Prototypratgeber, wie Sie ihn sich inhaltlich vorstellen, mit allen Kern- und Knackpunkten. Denn wenn dieser Protoratgeber erst einmal steht, dann können Sie richtig loslegen: Exzerpte und Exposés erstellen, Verlage und Agenturen anschreiben; eben all das Mühevolle, das bei der Verlagssuche auftritt. Und wenn Sie dann einen interessierten Verlag oder eine interessierte Agentur gefunden haben, dann warten Sie geduldig ab, mit welchen Ideen und Vorschlägen der Verlag respektive die Agentur an Sie herantritt. Durchdenken Sie die Vorschläge, malen Sie sich Möglichkeiten aus, wie Sie Ihren Protoratgeber an das vorgeschlagene Layout anpassen können, überlegen Sie, wie Sie vorgeschlagene Aspekte einbauen, wie Sie eventuell auch zu komplexe wegfallen lassen können – damit am Ende immer noch Ihr eigenes Buch, Ihr eigener Text stehenbleibt.

Gerade dieses Engagement und diese Flexibilität werden Verlage und Agenturen an Ihnen schätzen – und gerade das wird es auch sein, was sie neben anderen Autorinnen und Autoren auszeichnet. Denn auf dem schnellen Ratgebermarkt gewinnt langfristig nur der, der sich schnell anzupassen weiß und dabei immer individuell bleibt. – Allerdings, eine Hürde gilt es dann noch immer zu überwinden: nämlich den richtigen Ton zu treffen und den Text der jeweiligen Zielgruppe anzupassen (das unterscheidet Ratgeber besonders stark von rein fachinternen, wissenschaftlichen Publikationen).

In der Fachliteratur finden Sie viele Analysen von Zielgruppen und Kaufverhalten. Lesen Sie sich ein, überlegen Sie, wer diejenigen sein werden, die Ihre Ratgeber später einmal kaufen sollen und in ihnen lesen werden. Wie können Sie diese Menschen erreichen? – Haben Sie sich dies überlegt, kommt das hinzu, was das Arbeitsfeld der Ratgeberverfasserin und des Ratgeberverfassers besonders anspruchsvoll macht: nämlich nicht nur Experte zu sein, Kenntnisse um Marktabdeckung und Zielgruppen erlangt zu haben, sondern auch schriftstellerische Fähigkeiten zu besitzen. Denn der eigene Ausdruck muss mindestens ebenso flexibel sein wie die Bereitschaft, sich anzupassen.

Die Kunst, sich in all den Anforderungen nicht zu verlieren, sich zu verwirklichen, am Ende noch immer freudig behaupten zu können, dass der fertige Ratgeber das Besondere ist, was man selbst geschaffen hat und worauf man stolz ist, diese Kunst ist folgende: eine gute Idee haben, gut schreiben können, flexibel sein und diese Flexibilität als eigene Leistung auffassen. Denn nur in Kombination all dieser Merkmale kann ein Ratgeber entstehen, der erfolgreich, frisch und individuell ist. Das ist wesentlich schwieriger, als man eventuell meinen könnte, wenn man die schmalen (und manchmal auch stärkeren) Büchlein in den Regalen stehen sieht.

Und dass viele Ratgeber einen selbst nicht ansprechen, ist nur ein Zeichen der Kunstfertigkeit während ihrer Produktion: Sie sind so durchdacht und hergestellt, dass sie manche Zielgruppen von vornherein ausschließen, um andere umso stärker zu erreichen. Das ist die Technik, einen Ratgeber zu verfassen –, und in die muss man viel Lern- und Schreibarbeit investieren.

(Dieser Artikel entstand während der Anreise nach Mainz zur Minipressen-Messe 2013)

Quellenangabe:
1Nina Weber: Die Kunst, Ratgeber neu zu erfinden. In: Uschtrin, Sandra/Hinrichs, Heribert (Hrsg.): Handbuch für Autorinnen und Autoren. S. 50-66
7. völlig überarbeitete Aufl. München: Uschtrin Verlag,
2010. – ISBN 978-3-932522-14-7


[Der lyrische Mittwoch, Folge 13] Paul Fehm – Schwärme sind wir in der Nacht

Liebe Leserinnen und Leser,

die Wochenmitte bringt auch dieses Mal wieder Verse und Gedanken, die über das Zeitliche hinweg helfen sollen. Aus diesem Grund freue ich mich sehr, Ihnen Paul Fehm vorstellen zu dürfen, für den Schreiben nicht nur Gelesenwerden bedeutet, sondern für den das Schreiben die Möglichkeit einer „Entseelung und Entleibung zugleich“ ist. Der Dichter lebt in Heidelberg, angelt gern und arbeitet nebenher in verschiedenen Küchen. Schwer und tief atmen seine Worte eine Melancholie des Unausweichlichen. Seine Texte werden von Freunden auf einem Blog gesammelt.

„Schwärme sind wir in der Nacht“ nimmt uns ein Stückchen weit mit durch die Straßen des Immergleichen und Ewigselben, in denen routiniert ausgeführte Rituale Sinnschaffung gegen bloßes Schaffen austauschen. Die Blaue Blume ist verblasst zu einem Fahlblau hinter dem man nur schwach das alte Leuchten wiedererkennt. Und dennoch hängen letzte blaue Blütenblätter satt vom Kelch und verwandeln eine Welt voller „Mängelexemplare“, „kranker Tiere“ und „weißer Gassen“ in Worte, manchmal lebensmüde, zumindest aber nicht lebensmürbe. Deswegen immer weiter: gemeinsam allein hin zum Morgen –

Schwärme sind wir in der Nacht

Schwärme sind wir in der Nacht
Und doch: es leuchtet jeder
selbst sich heim
geht durch weiße Gassen
durch die vibrierenden Waben
der erwachenden Stadt

Manchmal geben wir dem Nachbar
die Klinke in die Hand
Wir Selbstmörder gezeichnet
mit dem unsichtbaren Stempel:
Mängelexemplar
wir grüßen höflich noch
im Morgengrauen

Die Blicke aber bleiben
Spuren auf der linierten Stirn
wo die Haut Pergament ist
und unsere Hände auch:
kein unbeschriebnes Blatt

Wir Heimkehrenden sind müde
nicht mürbe aber wie die Aufbrechenden
die ihre Arbeit verrichten wie sie
alles verrichten ihr Geschäft ihre Liebe
und den Tag: wie ein altes krankes Tier
das durch den Schnee stolpert

Textbasis: Ich begrüße dich recht herzlich beim lyrischen Mittwoch, Paul, und bedanke mich bei dir für deine Zeit und dein Gedicht. Wie in der Ankündigung oben erwähnt, ist Schreiben für dich „Entseelung und Entleibung“. Kannst du etwas genauer beschreiben, wie man sich diesen Prozess vorstellen kann?
Paul Fehm: Erst einmal dir vielen Dank für diese schöne Gelegenheit. Ich spielte mit dieser Formulierung darauf an, zumindest empfinde ich das so in den besten Momenten, dass es möglich ist, sich – als Widerstand – im Schreiben selbst zu vergessen, sodass das alltägliche Erleben vom Getrennten transzendiert wird. Ich meine jenen paradoxen Zustand, in dem man sich so sehr in etwas verliert, dass sich Seele und Leib darin aufgehoben finden. Das hat etwas von Askese, Entsagung, und gleichzeitig von Ekstase, Erfüllung.

Textbasis: An dieser Stelle angekommen, frage ich meist danach, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des lyrischen Mittwochs veranlasst, überhaupt zu schreiben. Nun teiltest du mir im Vorfeld bereits mit, dass genau diese Unwissenheit deine Antriebskraft ist. Warum brauchst du jene Distanz zum Unbekannten, zum Grundlosen?
Paul Fehm: Ich erlebe die Welt weitgehend als haltlos. Dass wir Gründe angeben für unser Handeln, erscheint mir immer zumindest suspekt. Ich will damit nicht sagen, dass es es Rationalität nicht gäbe – sie scheint mir aber oft eher eine spielerische Verkleidung zu sein für das, was man eigentlich tut oder sagt, wenn man handelt oder spricht. Das Grundlose eröffnet Spielräume, wo das Begründete oft Zwänge nach sich zieht, denen es eigentlich zu entkommen gilt. Wohlgemerkt: Ich spreche von lebensweltlichen Notwendigkeiten, nicht von poetischen. In diesem Bereich existiert allerdings eine geradezu schicksalhafte Notwendigkeit in der Faktur der Texte, der man nicht entrinnen kann.

Textbasis: Schaut man bei „Schwärme sind wir in der Nacht“ genau hin, so scheinen vier Motive sich durch den Text zu ziehen: Sinnentleerung, Getriebensein, Verfall schlussendlich, und dennoch die Ankunft im Morgengrauen. Ist es vermessen, die romantische Hoffnung auf ein besseres Anders neben dem Bewusstsein einer Menschheitsdämmerung darin erkennen zu wollen?
Paul Fehm: Das ist gut beobachtet und eine sehr gute Frage, die ganz und gar nicht vermessen, sondern vielmehr treffend ist. Einerseits ist dieser Blick, der ja fast ein apokalyptisch-enthüllender ist, sehr nüchtern und fast kalt, dann aber entzündet sich gerade daran eine mit sich ringende Hoffnung: vielleicht aber mehr auf vorübergehende Heilung als auf ein besseres Anders, das wie alles Utopische auch etwas Erschreckendes hat (ich denke da an die ubiquitäre Fülle von Sinn, von sichtbarer Verantwortung).

Textbasis: Wenn das Schreiben ein unausweichlicher Teil ist von dem, wie du dich selbst verstehst, erübrigt sich auch die Frage nach möglichen Inspirationsquellen. Und dennoch braucht es ja Ideen, Stoffe und Recherche. Entstehen deine Texte aus einer Spontaneität oder intensiven Überlegung heraus?
Paul Fehm: Ich würde es so formulieren wollen: Dann, oft tatsächlich auf dem Nachhauseweg, etwa nach einer Kneipennacht, beginnt sich etwas zu entspinnen. Dann bricht es aus mir heraus, all das Halbverdaute und fast Abgetötete, und dann sitze ich bis zum Morgen, obwohl schon alles wehtut, es ist eine Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes.

Textbasis: Es bedarf also einiger Mühe, ehe die Worte geschrieben stehen: Wie beurteilst du dann den Nutzen von Texten im Hinblick auf den Leser? Welche Rolle spielt Gelesenwerden überhaupt bei jedem Schreiben, das nicht nur auf kommerziellen Erfolg ausgelegt ist?
Paul Fehm: Nutzen? Die Frage versteh ich nicht. Es geht mir dabei nicht um Beifall, der Menge gefällt, wie der Dichter so sagt, was auf den Marktplatz taugt. Es geht eher um eine Art Freundschaft oder Einladung, aber alles mit einer gewissen Vorsicht und Ironie. Ich glaube einfach, dass Lesen und Verstehen so elementare Dinge im Leben eines Menschen sind, dass die Beschäftigung mit Texten lebenswichtig ist.

Textbasis: Sagen wir, dass in Zukunft jedes Bücherregal zusammen mit einem Grundbestand an Büchern verkauft werden muss. Du kannst eines von ihnen auswählen, welches wäre das?
Paul Fehm: Ich hätte gerne ein Regal mit dem Adelungschen und Grimmschen Wörterbuch. Aber nur um diese zwei zu nennen. Den Rest braucht man eigentlich nicht.

Textbasis: Eine gelungene Antwort! Doch genug der Spekulation über Zukünftiges, der lyrische Mittwoch richtet sich ja immer auch an angehende Schreiberinnen und Schreiber. Hast du einen Tipp, um zu Texten zu gelangen, mit denen man am Ende selber zufrieden ist? Oder muss man das gar nicht sein?
Paul Fehm: Andere Schreiber? Man spürt, wenn ein Text sein Ende, im Sinne des Telos, erreicht hat, und wenn man das nicht im Gefühl hat, dann kann man auch nicht schreiben. Dieses Gefühl ist das einer, um es bildhaft zu wenden, glücklich verlaufenen Geburt. Das Gefühl ist ein großes Glück – bisweilen aber trügt es. Man liebt die missratenen Kinder oft am meisten. Manchmal hasse ich sie auch. Dann werfe ich das Zeug halt weg. Ich glaube, man darf nicht zu stolz sein auf seine Texte, sondern sie immer wieder selbst von der Seite schief ansehen. Ob man dann die Kraft hat, die eher schwachen Texte zu „erziehen“, ist eine andere Frage.

Textbasis: Ein durchaus deutliches und einprägsames Bild, mit welchem diese Folge jedoch auch schon wieder am Ende angekommen ist. Noch einmal vielen Dank für deine interessanten Worte, Paul. – Um selbst noch ein bisschen nachzusinnen und viele weitere Facetten von lyrischer und eindringlicher Sprache zu entdecken, möchte ich Sie erneut auf den Blog des Autors hinweisen. Dort werden Sie in den Gedichten und kurzen Prosatexten genügend Material finden, um die Zeit nachdenkend zu vergessen. Gönnen Sie sich ein paar Gedanken, hier finden Sie genügend Inspiration: Paul Fehm Blog.

PS: Wer von Ihnen ebenfalls Lust hat, einen seiner Texte, eines seiner Gedichte oder Lieder hier vorzustellen und ein paar Worte über sich zu sagen, folge mir mit seinem Blog, oder mache auf andere Weise auf sich aufmerksam. Ich würde mich freuen, ein Zeichen von Ihnen zu erhalten.


[Gastbeitrag] Kinder bilingual erziehen – Chance oder Risiko?

Laut wissen.dradio.de hat jedes neunte in Deutschland geborene Kind binationale Eltern und lernt neben Deutsch eine weitere Muttersprache. Doch auch bei deutschen Familien ohne internationalen Hintergrund liegt die mehrsprachige Erziehung derzeit im Trend, da Eltern versuchen, ihre Kinder so früh wie möglich auf unsere immer internationalere Welt vorzubereiten. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, dennoch sollte man sich mit dem Thema Bilinguität ausreichend befassen, bevor man sich entscheidet, sein Kind mehrsprachig zu erziehen.

Kann Bilinguität schaden?

In den Sechzigerjahren war man noch der Meinung, dass Bilinguität das Hirn überfordern und dem Kind große Probleme in seiner sprachlichen Entwicklung bereiten würde. Diese Behauptung wurde jedoch größtenteils widerlegt, denn Psychologen betonen mittlerweile, dass es keine Sprachverwirrung oder Verzögerung in der Entwicklung gebe, solang die Eltern keine zu hohen Ansprüche haben und keinen Druck auf das Kind ausüben. Denn sobald das Kind beginnt, durch die zweite Sprache Stress zu verspüren, assoziiert es die Sprache mit etwas Negativem und blockiert. Dies kann in der Tat zu Problemen beim Sprechen und Schreiben führen.

Eine tolle Alternative zur bilingualen Erziehung sind frühe spielerische Annäherungen mit der Fremdsprache oder positive Erlebnisse, die damit verbunden werden. Beliebt sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel Sprachreisen auf Englisch, die es mittlerweile für die ganze Familie gibt. Schließlich lernt man eine Sprache nirgendwo so gut, wie in dem Land, wo sie gesprochen wird.

Emotionale Bindung

Aus Angst, das eigene Kind könnte der internationalen Welt nicht gewachsen sein, versuchen auch Eltern, die selbst keine Fremdsprache fließend sprechen, ihre Kinder bilingual zu erziehen. Man sollte sich jedoch vorher genau überlegen, ob man sich als Elternteil in der Fremdsprache wirklich wohlfühlt, denn nur dann kann man sie authentisch vermitteln. Ob die Kinder die Fehler der Eltern annehmen oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander, doch grundsätzlich ist es gut für das Kind, sich mit mehreren Sprachen zu beschäftigen, auch wenn die Sprache nicht perfekt gesprochen wird.

Viele Erziehungswissenschaftler, darunter beispielsweise Nicola Küpelikilinc, vertreten die Meinung, dass eine emotionale Bindung zur Sprache wichtig ist. Demnach sollten rein intellektuelle Motive möglichst nicht der Hintergrund für eine bilinguale Erziehung sein. Ist der Großvater jedoch zum Beispiel Engländer oder wohnt im Ausland, hat das Kind einen emotionalen und kulturellen Bezug, der das Lernen erleichtert und dieses für das Kind nachvollziehbar macht.

Für eine authentische Vermittlung der Sprache ist es sehr wichtig, dass sie möglichst vollständig in den Alltag integriert wird. Es ist nicht besonders effektiv, wenn man dem Kind wiederholt Dinge sagt wie „‚Spielzeug‘ heißt auf Englisch ‚toys‘!“, schließlich lernen wir unsere Muttersprache auch hauptsächlich dadurch, dass wir Bezugspersonen zuhören, sie beobachten und im Trail-and-Error-Verfahren nachahmen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass nur eine Bezugsperson die Fremdsprache spricht und der andere Elternteil die Muttersprache. Natürlich ist es schwierig, dabei konsequent zu bleiben, doch für das Kind ist gerade dies wichtig, um eine emotionale Beziehung zur Zweitsprache aufzubauen. Es ist auch denkbar, dass man beispielsweise nur zu Hause zwei Sprachen spricht und sobald man unterwegs ist, die Muttersprache gesprochen wird. Das Entscheidende ist, dass es Regelmäßigkeit und Konsequenz gibt, an denen sich das Kind orientieren kann.

Erwartungen herunterschrauben

Entscheidet man sich für eine mehrsprachige Erziehung, sollte man sich jedoch vor Augen führen, dass Erfolg nicht vorprogrammiert ist. Es gibt in der Tat viele Beispiele, bei denen sich das Kind weigert, die zweite Sprache zu sprechen oder zu schreiben, und ausschließlich die Muttersprache anwendet, gleich wie es angesprochen wird. Natürlich zeigt das bereits, dass das Kind die zweite Sprache durchaus versteht, sie aber gänzlich nicht anwenden möchte. Dies sollte man als Elternteil akzeptieren und den Gebrauch der verweigerten Sprache auf keinen Fall erzwingen, denn dann entstehen negative Assoziationen, die dem Kind in seiner sprachlichen Entwicklung langfristig schaden können. Oft kommt der Zeitpunkt im Leben des Kindes, an dem es sich bewusst oder unbewusst dafür entscheidet, die zweite Sprache doch noch aktiv anzuwenden. Bis dahin müssen die Eltern Geduld aufbringen und das Kind bestmöglich in seiner individuellen Entwicklung unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema Sprachen lernen finden Sie auf der Internetseite: Linguista Sprachaufenthalte.


[Ankündigung] Gastbeitrag zum Thema: bilinguale Erziehung

Liebe Leserinnen und Leser,

morgen wird es den ersten Gastbeitrag auf dem textbasis.blog geben! Janine Wittenberg von der schweizerischen Firma Linguista Sprachaufenthalte hat einen interessanten Artikel zum Thema bilinguale Erziehung verfasst. Übersichtlich arbeitet Sie Chancen und Risiken heraus und gibt prägnante Ratschläge und Hinweise für Betroffene: Nämlich für Eltern, die nicht so recht wissen, ob und wie sie ihr Kind zweisprachig erziehen sollen. Für alle anderen Sprachinteressierten dürfte das Thema jedoch auch ohne persönlichen Bezug spannend genug sein.

Ich bedanke mich für die freundliche Zusammenarbeit und den eigens für den textbasis.blog verfassten Artikel.


[Der lyrische Mittwoch, Folge 12] Alain Fux – Ein schwarzer, mattlackierter Hummer H3x hielt hinter den Traktoren …

Besonders wird Sprache, werden Texte, wenn am Ende etwas dabei herauskommt, von dem der Leser denkt, dass es gut und unterhaltsam ist und dass es sich in irgendeiner Weise hervortut. Und genau in diesem Sinne freue ich mich, Ihnen Alain Fux im lyrischen Mittwoch vorstellen zu dürfen, der schon seit einiger Zeit aufräumt mit festgefahrenen Erzählstrukturen und uns in seinen kurzen Geschichten auf eine Reise mitnimmt, die uns durch einen Kosmos verwobener Erzählungen lenkt, immer auf dem Sprung hinein ins Neue. Alain erfindet gerne Geschichten, malt und ist beteiligt an einem Spielverlag, darüber hinaus habe er „glücklicherweise auch noch einen Brotjob“, wie er schreibt. Auf seinem Blog, Tilt Shift Panoptikum, veröffentlicht er in regelmäßigen Abständen die oben genannten kurzen Geschichten. Gefüllt mit diesen ist mittlerweile in Eigenregie sein erstes Buch entstanden.

Wie gute Texte eben sind, besitzen sie meist mehr als nur eine interessante Geschichte und mehr als nur eine einfache Botschaft. Denn immer wenn der Fokus überschwappt in die eine oder andere Richtung, wird es entweder belanglos oder belehrend. Im heute vorgestellten Text findet man einen harmonischen Ausgleich zwischen dem, was gesagt wird, und dem, weshalb es gesagt wird. Zuerst einmal der Protagonist: Künstler Kurt Kessler bietet uns eine wunderbar egozentrische Blaupause eines verschrobenen Selbstverständnisses. Kessler belacht und ist gleichzeitig lachhaft, reizt uns mit, wie ich finde, durchaus interessanten Ideen, provoziert mit dem Ungewöhnlichen. – Und dennoch: Bei den Spinnereien eines durchgeknallten Künstlers belässt es der Autor freilich nicht. Im Verhalten von Kurt Kessler wird deutlich, dass falsche Selbsteinschätzung zwar zu guten Ideen, aber langfristig nicht zu guter Kunst führen kann. Denn Kessler lagert das Schaffende des Künstlers aus und wälzt es ab auf seine Bediensteten und Angestellten, wird zum wandelnden Think tank, aber schafft dadurch nichts eigenes mehr. Natürlich, diese Kunstkritik ist nicht das, was Alain Fux’ Texte in erster Linie transportieren wollen, aber gerade vor einem solchen Hintergrund, der für sich genommen schon interessant ist, machen abgefahrenen Geschichten doch erst richtig Spaß; nämlich genau dann, wenn man das Gefühl hat, etwas Ganzes und nicht nur das Halbe vor sich zu haben. Also gleich mittenrein in den Kosmos des Tilt Shift Panoptikums –

Ein schwarzer, mattlackierter Hummer H3x hielt hinter den Traktoren …

Ein schwarzer, mattlackierter Hummer H3x hielt hinter den Traktoren und hupte mehrmals durchdringend. Da Enno und Burk nur mit den Schultern zuckten, stieg der Fahrer aus. Ein großer, schmaler, kahlrasierter Mann, in Jeans. Sie erklärten ihm das Problem. Er zeigte auf das Schild an der Wand: ‚Reserviert für Kurt Kessler, Künstler‘ und stellte sich vor: „Ich bin Kurt Kessler und morgen eröffnet in dem Museumshangar hier hinter Euch meine große Ausstellung. Wisst Ihr was, Ihr geht jetzt mit und wir schauen uns gemeinsam an, wie der Stand ist.“
Ein Assistent Kesslers musste sich um die Traktoren und den Hummer kümmern. Die anderen drei betraten den Hangar durch den Hintereingang. Ein weiterer Pulk von Assistenten wartete drinnen und begleitete den Meister auf seinem Rundgang.
Sie kamen zuerst in einen Raum mit dicken, mattschwarz lackierten Rohren, die kreuz und quer durch den Raum verliefen. Man musste sich bücken, um darunter durch zu gehen. Kessler wollte, dass noch mehr Rohre verlegt werden sollten. „Viel mehr Rohre. Ich will, dass man hier reinkommt und sagt: ‚Boah, hier sind ja Unmengen von Rohren!‘ Verstanden? Ich will mindestens doppelt so viele Rohre. Alles klar?”
Sie kamen zu einer geschlossenen Tür, auf der ein großer, feuerroter Aufkleber prangte: ‚Feuerpolizeilich geschlossen.’ Kessler erklärte Enno und Burk, dass dahinter ein großer Haufen mit 257 kg reinem Schwefel lag. Im Katalog sei das alles erklärt. Er hatte damit gerechnet, dass die Feuerwehr diesen Raum sperren würde, das gehörte zur Installation. „So was kann man sich nicht ausdenken”, bemerkte er.
Im nächsten Raum stand ein schwarzes Fass, aus dem ein Rohr kam, durch eine Pumpe führte und dann fünf Meter hoch bis zur Hallendecke führte. Oben konnte man einen altmodischen Duschkopf erkennen. Darunter, auf dem Hallenboden, ein paar zerplatzte Tropfen Teer. Kessler konferierte intensiv mit seinen Leuten und befand, dass eine Art Heizdecke unter das Fass zu legen sei, damit der Teer flüssig genug werden könne, um zu dem Düsenkopf gepumpt zu werden. „Wenn man sich nicht selbst um alles kümmert”, meinte er kopfschüttelnd zu Enno und Burk.
Sie kamen in einen leeren Raum. „Jetzt wird es spannend, denn hier fehlt noch was”, stellte Kessler fest. „Freunde, was habt Ihr denn in den nächsten drei Wochen vor?”, fragte er Enno und Burk. Die beiden schauten sich an, zuckten mit den Schultern und gaben mit ihren heruntergezogenen Mundwinkeln zu verstehen, dass es keine besonderen Pläne gab und sie Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen sein würden. „Perfekt. Ihr werdet hier in diesem Raum auf euren Traktoren sitzen. Das ist das i-Tüpfelchen der Ausstellung. Lebende Ready-Mades. Außerdem ist dann auch mein Parkplatz wieder frei. Könnt Ihr singen? Nein? Umso besser, dann braucht Ihr Euch nicht zu verstellen. Kennt Ihr ‚Underneath the Arches‘? Ein tolles Lied.“ Er wandte sich ab und schrie zur Hangardecke hinauf: „Manchmal könnte ich vor mir selbst auf die Knie gehen!“

Alain Fux

Alain Fux

Textbasis: Herzlich willkommen, Alain! Es ist schön, dass Du am lyrischen Mittwoch teilnimmst und ein bisschen Zeit für das Interview einräumen konntest. Ich falle auch gleich mit der Tür ins Haus. Das Tilt Shift Panoptikum ist anders, scheint sich Momente aus dem großen Ganzen herauszugreifen und sie neu zusammenzuwürfeln. Was unterscheidet Deine Texte von einem „normalen“ Roman?
Alain Fux: Hallo Sebastian. Erst einmal vielen Dank für die Einladung! Hast Du ‚Cinema Paradiso‘ gesehen? Darin wird ein Filmband vorgeführt, in dem Kussszenen aus vielen unterschiedlichen Filmen aneinander gereiht sind. Quasi der Vorläufer eines Supercuts. In meinen Geschichten gehe ich ebenfalls selektiv vor. Ich beschreibe jeweils eine Situation, einen Austausch oder eine Beobachtung, die, aus meiner Sicht, definierend für die Vor- und Nachgeschichte sind. Ich versuche, den Kern aus einer Entwicklung zu nehmen und darzustellen. Wie Rosinenpicken. Wenn die Szene beschrieben ist, kann man sich ausmalen, was davor geschah und wie es weitergehen könnte. Theoretisch könnte man aus allen Geschichten etwas Längeres stricken, aber mich interessiert halt nur der dargestellte Ausschnitt. Hat für mich auch den Vorteil, dass das Schreiben viel flotter vorangeht, als wenn Du einen langen Roman schreibst. Und man kann sich eher auf Experimente einlassen.

Textbasis: Bereitet das keine Probleme, wenn es darum geht, Spannung über einen längeren Zeitraum aufzubauen? Und wie findest Du eigentlich Deine Ideen für die Texte, lässt Du Dich einfach von Geschichte zu Geschichte treiben oder steckt hinter allem dennoch ein ausgearbeiteter Plot?
Alain Fux: Ich stelle mir das vor, dass ein Leser bei einer Geschichte anfängt, sich von mir an die Hand nehmen lässt und so von einer Situation zu einer anderen kommt. Irgendwann ist der Leser satt, legt die Geschichten weg und fängt irgendwann später wieder an, wenn er Lust auf mehr hat.
Die Geschichten sind insofern miteinander verknüpft, dass ich mich beim Schreiben frage: Was könnte jetzt passieren? Was wäre wenn? Und wenn ein neuer Erzählstrang mir interessant erscheint, dann schlage ich die Richtung ein. Das Tolle am Schreiben ist, dass Du Deine eigene Welt schaffen kannst, ohne Einschränkung. Außer Träumen kenne ich keine andere Tätigkeit, wo das in dem Umfang möglich ist.

Textbasis: Du betätigst Dich neben dem Schreiben ebenfalls als Maler. Welche Art Bilder malst Du und inwieweit beeinflusst Dich das in Deiner Art zu schreiben? Oder lassen sich beide Bereiche gar nicht miteinander vergleichen und stehen separat?
Alain Fux: Ich male im Wesentlichen Menschen. Als Porträt oder als eine Momentaufnahme einer Handlung. Wenn ich schreibe, stelle ich mir die Szene vor wie ein Film. Ich sehe also, was passiert, und erzähle dann nur, was vor meinem inneren Auge geschieht. Absichtlich beschränke ich mich auf das große Ganze und streue nur dann Einzelheiten mit hinein, wenn sie für mich wichtig sind. Das machst Du beim Malen auch: Details arbeitest Du nur aus, wenn es dazu einen Grund gibt.

Textbasis: In einer Deiner Mails hast Du geschrieben, dass Dir beim Schreiben besonders gefällt, die Zeit beliebig dehnen und raffen zu können. Worin siehst Du die Stärken einer variablen Zeitgestaltung und steckt diese auch als Konzept hinter dem Tilt Shift Panoptikum?
Alain Fux: Tilt Shift ist eine Aufnahmetechnik aus der Fotografie, bei der jeweils nur ein extrem begrenzter Bildbereich scharf gestellt ist. Dadurch hat der Betrachter den Eindruck, dass es sich um Bilder von maßstabgetreuen Modellen handelt, ähnlich wie bei einer Modelleisenbahn.
Panoptikum ist zum einen eine Sammlung von Kuriositäten, zum anderen ein Konzept des Philosophen Jeremy Bentham zum Bau von Gefängnissen, bei denen alle Insassen von einem zentralen Ort beaufsichtigt werden. Auch das hat alles mit Sehen zu tun. Es geht mir also sehr stark darum, den Blick zu lenken, sowohl im Raum als auch in der Zeit. Wenn ein Zeitabschnitt, egal wie lang, nicht relevant ist, kann man ihn in der Erzählung auslassen. Oder anders herum, der kleinste Augenblick kann gedehnt werden, falls das sinnvoll erscheint. Der gelenkte Blick. Und Malerei ist ja auch nichts anderes: Sehen durch die Augen des Malers.

Textbasis: Das klingt alles recht experimentell und geht weg von der gängigen Textgestaltung. Findest Du, dass die klassische Veröffentlichung in Buchform noch geeignet ist, um Deine Geschichten richtig einzufangen? Oder kannst Du Dir alternative Wege vorstellen, die sich eher an Deinem Konzept orientieren?
Alain Fux: Das Buch finde ich als Medium völlig in Ordnung. Da ich von etablierten Verlagen bisher nur Absagen bekomme, habe ich mir aber auch überlegt, die Geschichten in Form eines Abreißkalenders herauszugeben. Ich finde die Idee interessant, dass man morgens ein Blatt vom Kalender abreißt und auf der Rückseite eine Geschichte liest. Jeden Tag etwas Neues. Am Ende aber spielt sich eh alles im Kopf ab und dann ist das physische Medium nicht so wichtig. Und bei Büchern schließe ich E-Books mit ein.

Textbasis: Nun ist bereits auch ein erstes Buch durch Dich veröffentlicht worden. Worin liegen die Unterscheide zu den Geschichten, die Du derzeit auf Deinem Blog veröffentlichst, und wohin wird Deine schriftstellerische Reise gehen, hast Du weitere Projekte geplant?
Alain Fux: Von Tilt Shift Panoptikum wird es drei Teile geben mit jeweils 360 Geschichten. Den ersten Teil habe ich im Eigenverlag herausgegeben. Die Geschichten sind auch so im Blog veröffentlicht worden, aber in Buchform, finde ich, sind sie besser zu lesen.

Textbasis: Und zum Schluss noch etwas ein klein wenig anderes: Du musst für ein Jahr abgeschottet allein in einem dusteren aber ansonsten gut ausgestatteten Haus leben. Was nimmst Du mit: Laptop mit Netzkabel aber ohne Internetanschluss oder Leselampe und Bücherkiste?
Alain Fux: Interessante Frage. Verstehe ich in Kurzform als ‚Lesen oder Schreiben‘. Das ist wirklich schwierig, denn ich möchte weder auf das eine noch auf das andere verzichten … Ich glaube, dass ich mich für das Schreiben entscheiden würde. Im Zweifel lieber aktiv sein.

Textbasis: Aktiv sein, an der Überlegung ist ’was dran. Und wenn man dann doch wieder das Haus verlässt, hat man sicher das ein oder andere Manuskript mehr. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Dir, Alain, dass wir heute hier einen Deiner Texte vorstellen konnten und natürlich auch für Deine Antworten. Ich finde, dass das Tilt Shift Panoptikum eine super Idee ist und wünsche Dir für die Zukunft noch viele weitere gute Eingebungen und witzige Einfälle, damit auch zukünftig dieser bunte Reigen weitergesungen werde. Denn bunt ist er ohne Frage und irgendwie auch ziemlich durchgeknallt. – Wenn Ihnen nach ein bisschen guter Unterhaltung ist und wenn Sie bereit sind, zusammen mit Alain Fux auf dessen Blog von Geschichte zu Geschichte zu schweifen, sich durch ein kleines Textuniversum zu lesen, dann zögern Sie nicht und gehen Sie dem folgenden Link nach, direkt hinein ins Tilt Shift Panoptikum: Klick und wuuusch!

PS: Wer von Ihnen ebenfalls Lust hat, einen seiner Texte, eines seiner Gedichte oder Lieder hier vorzustellen und ein paar Worte über sich zu sagen, folge mir mit seinem Blog, oder mache auf andere Weise auf sich aufmerksam. Ich würde mich freuen, ein Zeichen von Ihnen zu erhalten.