„Kommen wir zum nächsten Kapitel!“, oder: Gastbeitrag der Textbasis im Autoren-Newsletter »The Tempest«

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

einiges wurde auf dem textbasis.blog schon zur Textgestaltung geschrieben. Ein Thema jedoch, das lange erwähnt werden sollte, habe ich immer wieder aufgeschoben: Das Kapitel.

Unspektakulär ist es auf den ersten Blick und als Textbaustein nahezu unsichtbar (Was bleibt von einem Kapitel übrig, wenn es keinen Text enthält?). Dennoch bietet es die Möglichkeit, Textprojekte zu planen und Bücher besser lesbar zu machen, indem es den Prozess der Texterstellung und die Texte selbst strukturiert.

Aus dieser Überlegung heraus ist ein umfangreicher Artikel entstanden, der sich dem Problem in ein paar verschiedenen Herangehensweisen nähert – und in diesem Zusammenhang freue ich mich besonders über die tolle Möglichkeit, welche mir die Redaktion des renommierten Autoren-Newsletter The Tempest eröffnet hat: In den nächsten Ausgaben (vom 20.08.2013 und 20.09.2013) wird mein Kapitel-Artikel dort als zweiteiliger Gastbeitrag erscheinen!

Es ist mir eine große Ehre, einen meiner Texte in diesem Rahmen veröffentlicht zu sehen. Mein Beitrag reiht sich damit in eine lange Reihe bereits im Tempest erschienener Schreib- und Literaturtipps ein. Ich hoffe, er kann diesen gute Gesellschaft sein und ebenfalls ein bisschen Nützliches für den Schreiballtag vermitteln. Der Text orientiert sich an der Schreibpraxis und verweilt nicht in trister Theorie; er bietet Schreibanregungen … und um Schwarzbrot wird es auch gehen.

The Tempest erscheint ein Mal im Monat als E-Mail. Es wäre schön, wenn wir uns dort am 20.08. wieder lesen würden. Zur kostenfreien und unverbindlichen Anmeldung geht es hier entlang: The Tempest abonnieren. (Und die Anmeldung lohnt sich für alle Scheiberinnen und Schreiber selbstverständlich auch ganz unabhängig von meinem Artikel).

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Über Sebastian Schmidt

Ich arbeite als freier Lektor (www.lektorat-textbasis.de) und mag gute Bücher. Vor meiner freiberuflichen Tätigkeit habe ich Germanistik und Philosophie studiert (M. A.) sowie als Bibliotheksangestellter gearbeitet. Neben der Zusammenarbeit mit Autoren und Verlagen liebe ich die Musik. Blogadresse: textbasis.wordpress.com Zeige alle Beiträge von Sebastian Schmidt

11 responses to “„Kommen wir zum nächsten Kapitel!“, oder: Gastbeitrag der Textbasis im Autoren-Newsletter »The Tempest«

  • druckstelle

    Glückwunsch! Gerade bei Beiträgen, die viel Arbeit machen, ist mir manchmal ganz flau im Magen, wenn ich sie im Blog verpuffen sehe. Andererseits denke ich an Beiträge für Sammelbände zurück, mit denen ich teilweise Wochen verbracht habe. Sind genauso verpufft. Ich bin mal so dreist und behaupte, es lag nicht an der Qualität. Da ist The Tempest doch echt mal ein Fröhlichmacher. Wir müssten mal eine ‚Datenbank‘ für hochwertigen, wenn auch nischigen Blog-Content ins Leben rufen. Thematisch sortiert, mit Link auf Blog und Kurzzusammenfassung. Weißt Du, ob es sowas schon gibt? Vielleicht träume ich aber auch gerade… 😉
    Liebe Grüße
    Franziska

    • Sebastian Schmidt

      Vielen lieben Dank, Franziska!

      Das mit der Datenbank ist eine sehr schöne Idee, eventuell kann man so etwas ja wirklich einmal umsetzen. Eventuell ja auch in Form eines großen Sammelblogs mit angekoppelter Datenbank (oder dergleichen)? Das klingt auf jeden Fall spannend.

      Bei der Frage, ob es so etwas gibt, muss ich allerdings passen. Ich weiß, dass die DNB wohl plant beziehungsweise auch schon begonnen hat, Blogs und qualitativ hochwertige Internetseiten mit dynmaischen Inhalt zu archivieren.
      Aber das ist dann wahrscheinlich zu umfangreich und eventuell auch zu unspezifisch, um wirklich praktisch zu sein.

      Liebe Grüße
      Sebastian

      • druckstelle

        Hallo Sebastian!

        Popcorn ist gut! War für mich bisher eine Metapher für Umzüge: Je mehr man in die Kartons packt, desto mehr kommt aus Schrank und Regal. 😉

        Die Link-Datenbank für ‚wertvolle‘ Blog-Beiträge werde ich wohl mal in einem nächsten Beitrag zur Diskussion stellen. Postings sind für mich schon ein eigenes Genre. Ich würde es gerade nicht als Blog konzipieren, sondern als Datenbank für Blog-Beiträge. Eben weil viele Beiträge vielleicht aus einem aktuellen Anlass resultieren, aber nicht unbedingt aktuell und damit auch später noch interessant sind. Ich dachte eher an Themen oder Kategorien und Schlagworte. Irgendwas ohne ‚Zeitleiste‘. Und weil letztlich ja nur Links und zwei/drei zusammenfassende Sätze (von der Autorin/dem Autor) gespeichert werden müssten, dürfte der ‚Speicheraufwand‘ eher gering bleiben. Rechte blieben unangetastet beim Urheber.

        Und auch wenn ‚Cat-Content‘ und schöne Bilder schnell mal Aufmerksamkeit und Likes bekommen, will ich die Hoffnung nicht aufgeben. Auf Rückmeldungen bin ich dann wirklich gespannt. Denn so ein Projekt steht und fällt ja mit dem ‚Bedarf‘ und eben der Mitmach-Motivation. Macht sonst ja keinen Sinn. Ich würde den einen oder anderen von mir auch gern auf eine bestehende Datenbank posten – wenn es die denn nur gäbe!

        Nach dem DNB-Projekt schau ich gleich mal. Lieben Dank für Deine Ideen!

        Schönen Abend!
        Franziska

      • Eva Bali

        Wo ich gerade eure Diskussion über die Datenbank lese. Es gibt eine ähnliche Idee, bei der die Seite selbst schon eine Art Kategorie ist: http://stories-and-places.com/
        Auf einer interaktiven Karte kann man sich bzw. seinen Blogbeitrag auf Plätzen verlinken. Wer also über einen Ort schreibt oder wessen Post irgendwie mit einem Ort zusammenhängt, kann den dort eingenmächtig verlinken.

      • Sebastian Schmidt

        Vielen Dank für den Link!
        Das Projekt sieht interessant aus. (Wenn man sich da jetzt statt der Landkarte eine Tag-Cloud vorstellte, und statt den Needles Tags … )
        Ja, das könnte passen. 😀

      • Sebastian Schmidt

        Hi Franziska!

        Die Infos auf der DNB-Seite hast du bestimmt schon gefunden, hier noch einmal die Links für alle: http://www.dnb.de/DE/Netzpublikationen/netzpublikationen_node.html und http://d-nb.info/1001065026/34.

        Die Konzeption als Blog war ergänzend gemeint. Sagen wir wie die Schale um das Ei. Der Kern könnte die durchsuchbare Datenbank sein mit Schlagworten, Kategorien et cetera, genau wie du schreibst. Der Blog (ja, ich weiß, ich spinne die Zukunft ;)) könnte dem Hervorheben dienen, wenn man so will die Netzpräsenz verstärken und zur Datenbank parallel laufen. Rein hypothetisch natürlich.
        Aber es muss ja nicht immer ein Blog sein, da hast du recht. Eine schöne Internetseite erfüllt das Ziel, etwas weniger dynamisch, bestimmt ebenso gut.

        Bedarf, hmm, dazu kann ich nicht so genau etwas sagen.
        Mitmach-Motivation hätte zumindest ich.

        Ich bin gespannt auf deinen Beitrag zum Thema.

        Liebe Grüße
        Sebastian

      • druckstelle

        Hallo Eva, hallo Sebastian!
        Der Link von Eva ist super, habe diesen gestern auch gleich getwitterrt. Und genau, Tag-Cloud!
        DNB macht es automatisch, bei ‚uns‘ (mitgefangen mitgehangen ;)) wären es ja die BloggerInnen selbst, die ihre Beiträge manuell einstellen könnten. Ferner würde ich es tatsächlich auf Blog-Postings beschränken, eben wegen des ganz eigenen Charakters. Und auf die ‚Goldstücke‘, was jeder selbst entscheiden müsste. Es sollen jedoch auch keine ‚Statusupdates‘ werden, sondern… Hach, ich muss aufhören! Wie gesagt, Anfang nächster Woche präsentiere ich die Idee – mal sehen, was passiert. Ich bin ja schon ganz aufgeregt! 😉
        Liebe Grüße aus dem Norden
        Franziska

      • Eva Bali

        Da bin ich aber mal gespannt über deine erste Idee, Franziska. So eine Seite/Blog ist ja irgendwie ein bisschen wie der „Presse-Spiegel“ in großen Unternehmen. Es gibt so viele tolle Blogs da draußen, auf die ich einfach noch nicht gestoßen bin. Und ich weiß eben auch nie, wie ich sie finden kann. Von daher: Ich bin gerne mitgefangen 🙂

  • Eva Bali

    Bin auch über „The Tempest“ hier gelandet (allerdings über den Schreibaufruf) und muss sagen: Meine Vorrednerin spricht mir aus der Seele. „Verpuffen“ – mein Gefühl des Tages. Hach. Gleich mal Kaffee kochen und weiterschreiben. Es gibt noch andere mit diesem Gefühl 😉

    Blog ist auf jeden Fall abgespeichert – werde bei Gelegenheit mal in Ruhe stöbern. Das unaufdringliche Layout gefällt mir jedenfalls schon mal gut.

    • Sebastian Schmidt

      Vielen Dank für das Lob und das Blog-Abspeichern. 🙂
      Ich hoffe, dass der Kaffee gegen das Verpuffen geholfen hat?

      Aber Spaß beiseite, es ist manchmal wirklich ein sehr unschönes Gefühl, dass Blog-Einträge so ein bisschen wie explodierende Maiskörner sind. Aber das Netz und die Blogs, die beiden zusammen sind auch irgendwie eine gewaltige Popcorn-Maschine. Einerseits ist es natürlich schön, dass es viel Popcorn gibt, andererseits kann soo viel dann auch niemand mehr essen. 😀

  • Geheime Mitmach-Sache: Archiv für Eure besten Blog-Beiträge? | druckstelle

    […] was der Lektor Sebastian zur Sprache und zum Schreiben zu sagen hat. Dabei gelangte ich auf den „Gastbeitrag der Textbasis im Autoren-Newsletter ‚The Tempest‘“. Klar, ein Newsletter ist eine feine Sache, finden ausgewählte Beiträge so zu mehr LeserInnen. Im […]

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