Archiv der Kategorie: In eigener Sache

– Lebenslauf eines Gedichts- Einblicke in die Werkstatt & das Lektorat

Vor Kurzem habe ich mit Matthias Engels an einem seiner Gedichte gearbeitet – und als wir zu einem ersten Ergebnis gekommen waren, hatte er die Idee, daraus einen Blogeintrag zu machen. Eine schöne Sache fand ich, und so ist auf dem Dingfest-Blog nun ein Artikel zu lesen, in dem man hineinschnuppern kann, wie die gemeinsame Arbeit an einem Gedicht aussehen könnte. Das Lektorieren eines Gedichtes erfordert von Autor und Lektor viel gegenseitiges Vertrauen; es ehrt mich, dass mir Matthias dieses Vertrauen ausgesprochen hat. Eventuell bereitet Ihnen die Lektüre so viel Freude, wie sie Ihnen auch Inspiration für eigene Textarbeit ist.

DINGFEST

notWie genau entsteht ein Gedicht? Wie verändert es sich während der eigenen Arbeit daran? Und im Lektorat?-diesen Fragen möchte ich einmal am Beispiel eines eigenen Textes nachgehen.

Es handelt sich um ein recht frisches Gedicht, das -wie so oft bei mir- aus ein, zwei einzelnen Formulierungen entstanden war, dann wuchs, dann schrumpfte, neu angereichert wurde und so weiter…. . (Es ist sicher nicht das Gedicht des Jahrhunderts und zählt auch bestimmt nicht zu meinen 10 Besten, aber als Anschauungsobjekt taugt es ganz gut.)

Im Folgenden möchte ich nun einen 1zu1 realen Einblick in die gemeinsame Arbeit von Autor und Lektor an einem solchen Text vermitteln.

Ich hatte also ein (noch titelloses) Gedicht, das bereits zahllose Bearbeitungen erfahren hatte und meines Erachtens relativ fertig war. Es war  über mehrere Wochen im Rohzustand zwischengelagert gewesen und basierte auf der Grundidee, ein weißes Blatt Papier und eine unberührte Schneelandschaft zu überblenden…

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Das Ende ist nah! Aktuelle Informationen zur Ausschreibung.

So schnell ist nun der 15.09.2013 herangerückt. Nur noch wenige Stunden, bis die Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“ zu Ende geht. Auch heute kamen noch Texte bei mir im Postfach an, vielleicht waren es ja noch nicht die letzten. Und – thematisch passend – hält auch das richtig schlechte Wetter pünktlich zum Stichtag Einzug. Mir scheint es, als reichten sich Sommer und Herbst fröhlich die Hände.

Wichtiger jedoch als das Wetter, dass neben mir zum Fenster hereinlugt, ist das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Ausschreibung. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Ihre Texte an mich gesandt haben, hier kurz ein paar Worte:

Sobald mir alle Einsendungen vorliegen, nehme ich eine gründliche Sichtung vor und picke innerhalb der nächsten Tage meine Favoriten heraus. Die Verfasserinnen oder Verfasser derjenigen Texte, die nicht die ersten beiden Plätze belegen, werden von mir angeschrieben und erhalten selbstverständlich eine kurze Rückmeldung.
Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden ebenfalls von mir angeschrieben und wir besprechen dann gemeinsam das Vorgehen, tauschen die Adressdaten und organisieren ein bisschen alles Weitere.

(Während ich diesen Artikel verfasse, hüpfte gerade eine weitere Einsendung ins Postfach. Es ist also noch nicht die letzte Ruhe des Ausschreibungs-Treibens eingekehrt). Deswegen möchte ich mich, der Mitternacht heute vorgreifend, jetzt schon ganz herzlich bei allen bedanken, die sich Zeit genommen haben, Texte für die Ausschreibung zu verfassen. Vielen Dank!

PS: Mir ist erst in den letzten Tagen aufgefallen, dass der Ausschreibungstitel ein sehr … markantes Akronym bildet. Ich hoffe, dieses hat niemanden abgeschreckt; vielleicht hat es ja sogar manch eine oder einen motiviert. Es war auf jeden Fall nicht geplant; da hatte der Zufall sein Salz in die Schüssel gegeben.

In eigener Sache: Eventuell haben ein paar Leserinnen oder Leser
bemerkt, dass es in letzter Zeit etwas ruhig geworden war auf dem
Blog. Das lag und liegt daran, dass ich gerade nur sehr wenig Zeit
zum Bloggen finde. Zukünftig wird es vorerst etwas unregelmäßigere
Veröffentlichungs-Rhythmen geben; jedoch werden natürlich auch
weiterhin Folgen des „lyrischen Mittwochs“ und Artikel mit Schreib-
tipps erscheinen. Nur eben nicht mehr in ganz so rasanter Abfolge.
Frohes Schreiben allen!

[Kurz erinnert] Die Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“ endet bald

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ganz kurz möchte ich noch einmal an die kleine Ausschreibung hier auf dem Blog erinnern, die nun langsam aber doch zielgerichtet dem Ende entgegenschreitet. Am 15.09.2013 ist Stichtag dieses Experimentes, welches schon zahlreiche wunderbare Zusendungen in mein Postfach getragen hat. Dafür danke ich ganz herzlich allen, die bisher ihre Texte eingesandt haben!

Dennoch freute ich mich natürlich, wenn weitere gute und geniale Texte hereinflattern würden. Hier gibt es deswegen noch einmal den Link zur Ausschreibung mit den Informationen: Des Sommers dunkle Seite.
Und natürlich die Ausschreibung als PDF zum Mitnehmen: klick.


„Kommen wir zum nächsten Kapitel!“, oder: Gastbeitrag der Textbasis im Autoren-Newsletter »The Tempest«

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

einiges wurde auf dem textbasis.blog schon zur Textgestaltung geschrieben. Ein Thema jedoch, das lange erwähnt werden sollte, habe ich immer wieder aufgeschoben: Das Kapitel.

Unspektakulär ist es auf den ersten Blick und als Textbaustein nahezu unsichtbar (Was bleibt von einem Kapitel übrig, wenn es keinen Text enthält?). Dennoch bietet es die Möglichkeit, Textprojekte zu planen und Bücher besser lesbar zu machen, indem es den Prozess der Texterstellung und die Texte selbst strukturiert.

Aus dieser Überlegung heraus ist ein umfangreicher Artikel entstanden, der sich dem Problem in ein paar verschiedenen Herangehensweisen nähert – und in diesem Zusammenhang freue ich mich besonders über die tolle Möglichkeit, welche mir die Redaktion des renommierten Autoren-Newsletter The Tempest eröffnet hat: In den nächsten Ausgaben (vom 20.08.2013 und 20.09.2013) wird mein Kapitel-Artikel dort als zweiteiliger Gastbeitrag erscheinen!

Es ist mir eine große Ehre, einen meiner Texte in diesem Rahmen veröffentlicht zu sehen. Mein Beitrag reiht sich damit in eine lange Reihe bereits im Tempest erschienener Schreib- und Literaturtipps ein. Ich hoffe, er kann diesen gute Gesellschaft sein und ebenfalls ein bisschen Nützliches für den Schreiballtag vermitteln. Der Text orientiert sich an der Schreibpraxis und verweilt nicht in trister Theorie; er bietet Schreibanregungen … und um Schwarzbrot wird es auch gehen.

The Tempest erscheint ein Mal im Monat als E-Mail. Es wäre schön, wenn wir uns dort am 20.08. wieder lesen würden. Zur kostenfreien und unverbindlichen Anmeldung geht es hier entlang: The Tempest abonnieren. (Und die Anmeldung lohnt sich für alle Scheiberinnen und Schreiber selbstverständlich auch ganz unabhängig von meinem Artikel).


[Ankündigung] Gastbeitrag zum Thema: bilinguale Erziehung

Liebe Leserinnen und Leser,

morgen wird es den ersten Gastbeitrag auf dem textbasis.blog geben! Janine Wittenberg von der schweizerischen Firma Linguista Sprachaufenthalte hat einen interessanten Artikel zum Thema bilinguale Erziehung verfasst. Übersichtlich arbeitet Sie Chancen und Risiken heraus und gibt prägnante Ratschläge und Hinweise für Betroffene: Nämlich für Eltern, die nicht so recht wissen, ob und wie sie ihr Kind zweisprachig erziehen sollen. Für alle anderen Sprachinteressierten dürfte das Thema jedoch auch ohne persönlichen Bezug spannend genug sein.

Ich bedanke mich für die freundliche Zusammenarbeit und den eigens für den textbasis.blog verfassten Artikel.