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[Ausschreibung: die Gewinner!] Matthias Engels – Seestück

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Herzlichen Glückwunsch an

Matthias Engels

zum

1. Platz

der Ausschreibung
Des Sommers dunkle Seite,
mit der Erzählung

–Seestück–

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Das Meer ist seit jeher des Himmels Reim, mit verminderter Transparenz, anders im Aggregatszustand und ohne zweifelhafte Transzendenz

Matthias Engels dürfte Ihnen nicht unbekannt sein, wenn Sie häufiger auf dem textbasis.blog lesen. Der in Westfalen lebende Sortimentsbuchhändler, Herausgeber und Literaturreferent war bereits Gast in der vierzehnten Folge des lyrischen Mittwochs und kann inzwischen auf zahlreiche Publikationen zurückblicken (zuletzt: Engels & Brusius – dingfest. collagen & gedichte, 2013). Mit „–Seestück–“, dieser kurzen, melancholisch wogenden Erzählung, die Betrachtung und Nachdenken sanft ineinandergreifen lässt, setzte er sich gegen die Konkurrenz durch und belegt den ersten Platz der Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“. Tändelnd verbinden sich in ihr Beobachtung und Selbstbezogenheit, wird das Meer auf den Kopf gestellt zur Nachtszene. Doch die Idylle ist nicht nur Meeresrauschen, Sonnenschein und Strandurlaub – in allem scheint sich ein Teil vom Protagonisten Jan zu verstecken. Und Jan selbst scheint Bestandteil von allem zu sein. (Klicken Sie das Video für den gelesenen Text.)

–Seestück–

Am Sommerurlaub haben sie bisher nicht gespart, auch wenn er Jan für den Rest des Jahres mit immer mulmigerem Gefühl die Kontoauszüge ziehen ließ. Er empfand beim Prüfen dieser Zettel immer dieselbe merkwürdige Enttäuschung und nicht einmal nur wegen der zum Monatsende hin gen Null tendierenden Zahlen. Ein schönes Wochenende, ein Urlaub, besondere Momente, alles war darauf in Buchungen übersetzt und die Erlebnisse, die damit verbunden waren, nicht erwähnt.

Ein gemeinsames Essen, (die Kinder liebten das chinesische Büffet) an einem Tisch, in den unter einer Glasplatte eine kleine Landschaft aus Bambus eingelassen war; konzentriertes, unbeholfenes Stochern mit Stäbchen in Reis war hier nur eine Abbuchung von 54 Euro von einem Empfänger namens Lotus-Lokal. Und der verfluchte Glückskeks, der mit der Rechnung gebracht wurde, barg bei Jan den Spruch auf einem Zettel: Es ist Zeit, ein wenig Geld zu sparen!

Ein Ausflug in die Stadt, an einem klaren Frühlingstag, ein Bummel um den See und durch Geschäfte, mit einem neuen Buch für die Tochter und einem kleinen Spielzeug für den Sohn, ist auf diesen Auszügen nur:
– 8 Euro 95 an ihre bevorzugte Buchhandelskette und
– 7 Euro 50 an den Spielzeugladen.
Trostlos, denkt Jan dann und hat einen neuen Grund, sich diese lichtempfindlichen Zettel nicht mehr anzusehen.

Es ist eigentlich alles so einfach. Allein das Fehlen jeglicher Verpflichtungen lässt ihn herunterschalten. Er war schon als Kind begeistert gewesen vom flackernden Schnee im Fernsehen in Sendepausen (auch etwas, das es nicht mehr gab und was er den Kindern erst hätte erklären müssen). Für ihn hatte es immer etwas Beruhigendes gehabt. Ähnlich geht es ihm jetzt mit der monochromen Fläche Silbergrau, vor der er steht.
Ein Ärobier an seinen Elementsgrenzen, den aufrechten Gang gewohnt als Ausweis seiner fortgeschrittenen Spezies, doch ahnend, der Quastenflosser belächelt beharrlich die Zentralperspektive. Das Meer ist seit jeher des Himmels Reim, mit verminderter Transparenz, anders im Aggregatszustand und ohne zweifelhafte Transzendenz: Neptun und die Mischwesen aus Mensch und Fisch sind längst schon Disney und harmloser Kitsch. Und die Atlanter? – Sie gähnen gelangweilt.

Es ist immer noch derselbe Parkplatz, den sie zuerst ansteuern, nur teurer. Immer noch derselbe See, um den sie laufen, um ans Meer zu gelangen. Jetzt gibt es dort auch Tretboote. Was damals ein Verliebtenparadies war, ist jetzt ein Kinderversprechen geworden, das von der Gegend gottlob (noch?) mühelos gehalten wird.
Jan weiß, später werden die Kinder über diese Urlaube eventuell anders denken, werden sie spießig oder altmodisch finden und vielleicht wenigstens mit einem Lächeln sagen, dass die Alten sich halt nie weiter weg getraut haben. Oder sich schämen, wenn die Freunde und Klassenkameraden erzählen, an welchen exotischen Orten sie selbst ihre Ferien verbracht haben.

Jan registriert andere Dinge. Die Einheimischen sind geschäftsmäßiger geworden und weniger ruppig, seit die Flüge ins Ausland so billig sind. Ein wenig spürt er die Schäbigkeit des Ganzen, bemerkt plötzlich die Familien, die mit ihnen hier sind. Sie wirken nicht, als führen sie aus Überzeugung hierher, sondern weil das Budget nichts anderes zulässt. Zwar werden hier und da nutzlose Dinge allzu freigiebig gekauft, aber das ein oder andere Eis dann ohne Begründung gestrichen. Er fragt sich, ob sie auch so wirken, und kann das zum Glück (noch?) verneinen.

Unglaublich klein sind die Kinder, wenn sie nur 30 Meter entfernt von ihm im Watt stehen, mit ihren Schaufeln Dämme anlegen und zum Einsturz bringen und neue aufbauen. Als er damals mit Sonja allein hier war, hat er auch Familien beobachtet, aber die wirkten anders. Bollerwagen mit Kindern hinter sich herziehend, Eimer oder Schaufeln schleppend, ganz gewöhnlich. Ganz wie heute auch, aber damals kam ihm das erstrebenswert vor. Das wollten sie auch und wenn ein Pärchen ungefähr ihrer beider Statur hatte oder etwas in der Wirkung ähnlich war, haben sie sich oft vorgestellt, dass sie das sein könnten, zehn Jahre älter.

Vor diesen grauen Flächen; vor dieser leise schwappenden See, diesem diesigen Himmel ohne jede Tiefe, fühlt sich Jan erstaunlicherweise beruhigt. Grobes, unregelmäßiges Gras im klumpigen Sand, Pfützen vom gerade erst abgezogenen Regen wie große Scherben darin. Es riecht nach Meer – das heißt, genau genommen – nach salzigem Schmodder und Schlick, alles andere als fein. Plärrende Kinderstimmen und polterndes Elterngeschimpfe in unattraktiven Dialekten wehen vom Spielplatz herüber. Auf der Bank links schweigt eine bärbeißige Alte mit Krampfadern ihren Bildzeitung lesenden Mann an. Von Mutterschaft und Langeweile völlig zerstörte Körper liegen in pedantisch aufgehäuften Sandfestungen mit Deutschlandfähnchen, am Fähranleger drängeln ältere Eltern mit ihren sportiven Hightech-Kinderwagen in der Schlange vor. Trekking-Jacken, Künstlerschals um Vertreterhälsen, gut gelaunte Männergesangsvereine aus dem Rheinland mit Fischerhemden aus dem Andenkenladen über den Bierbäuchen. Trostlos tobendes Menschengewirr in einer denkbar unwirtlichen Enttäuschung aller Sommerträume.

Das sind wir nicht. Das sind wir immer noch nicht, denkt er. Wir sind immer noch: etwas Anderes, etwas anders. Bei allen Elternabenden, bei allen Besuchen von Disney-Filmen, allem Kuchenbacken für den Sonntagskaffee ist das Andere nicht in der Mehlschwitze der deftigen Bratensoße ertrunken.

Ein Streifen helles Blau oben, ein Streifen dunkles Blau unten. Ein Tag am Meer. Wenn du es auf den Kopf stellst, wird es eine Nacht mit einem dunklen Himmel, und einem vom Restlicht aufgehellten Meer. Als habe sich das Meer für die nächsten Milliarden Jahre für das Gleiten als vorübergehenden Zustand entschieden. Er weiß ja, dass das Meer das schon ewig tut, dieses Hin und dieses Her. Wenn es still liegt, kann man sich nicht vorstellen, dass es rau und wild sein kann. Wenn es aufgewühlt Wellen an den Strand wirft, glaubt man, es wird nie wieder damit aufhören. Wenn Jan sich besinnt, weiß er, dass niemand sagen kann, ob es immer so weitergeht: Ebbe, Flut, Ebbe, Flut, ständige Wiederholung, die ja angeblich nirgendwo hinführt. Gleichmaß, Gleichförmigkeit, im ewig gleichen Rhythmus, wie Herzschlag. Fort sein, anschwellen, da sein, abschwellen. Nie für immer da, nie für immer fort.
Er weiß ja, dass auch nach 1000 Seiten, nach 30, 40 oder 70 Jahren nicht alles gesagt ist. Das letzte Wort; noch nicht gesprochen, welches wird es sein? Er weiß, er kann nur versuchen, Fäden zu finden und festzuhalten, bis sich eine Art Netz bildet, einzelne Fundstücke, Knüppel von Treibgut sammeln und zusammenzufügen, bis das Gebaute einem Floß gleicht, auf dem man theoretisch fahren kann. Er kann nur Puzzleteil auf Puzzleteil versuchen unterzubringen und nicht zweifeln, wenn auch nach Jahren nur ein unwesentlich abgestuftes Blau zu sehen ist. Er kann nur Karte um Karte umdrehen, in der Hoffnung, dass die richtige irgendwann kommt. In seinen Träumen muss er Auto fahren, stundenlang im Kreisverkehr, und er tut das erstaunlich langmütig, immer dran glaubend, dass die richtige Ausfahrt irgendwann, wie aus dem Nichts, auftaucht und irgendwo hinführt.

Jan sitzt auf einer Bank am Wasser und besieht die Wolken. Sie ziehen sehr langsam, sehr tief. Jan sieht ein um das andere Mal eine tiefschwarze Regenwolke auf eine helle folgen, beide jeweils von der sinkenden Sonne grell beleuchtet, in ihrer Farbkraft verstärkt. Jan sieht den Schwarm Möwen auf der nahen Düne unter jeder dunklen Wolke, die darüber zieht, sich nervös erheben und sich unter der folgenden hellen wieder niederlassen. Er empfindet, an einem Bonbon lutschend, auf einmal das Glück, nichts anderes zu tun zu haben, und erwartet das Endes dieses Gefühls. Er nimmt sich das erste Mal seit Langem als handelnde Person mit einem Effekt wahr, als auf sein Rascheln mit dem Bonbonpapier ein dicker schwarzer Vogel neben ihm auf der Bank landet.
Es ist, als probiere er ein Spiel aus, als Zeitvertreib; das Spiel, die Dinge genau andersherum zu betrachten als gewohnt. Er sieht, wie das Meer endlos Wellen an den Strand stößt, die dort schnell versanden; wie die Wolken ständig kleine, vom Wind bald aufgelöste Teile absondern, und weiß plötzlich, er hat die ganze Zeit ebenso Teile von sich abgestoßen und ist trotz dessen immer noch der, der er ganz am Anfang war. Alles, was er an Selbstauslöschung und Auflösung betrieben hat, ist gescheitert.
Ist er gescheitert?
Er weiß es nicht.
Als wäre alles, was er sich nicht zugestehen wollte, ihm heimlich gefolgt und nun, da er einen Augenblick unachtsam war, unwiderruflich zu ihm zurückgekehrt. Er weiß noch nicht, ob er das gutheißen soll, aber er weiß, er muss es nicht jetzt entscheiden, und das tut ihm wohl.


[Ausschreibung] Die Gewinner stehen fest!

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausschreibung,

nun ist es so weit! Alle Benachrichtigungen sind verschickt und zu allen, die einen Text eingesandt hatten, habe ich inzwischen Kontakt aufgenommen. Besonders habe ich mich gefreut über die interessanten Gespräche, die sich während und im Anschluss der Ausschreibung ergeben haben. Diese Ausschreibung war und ist ein tolles Erlebnis für mich, das jetzt in die zweite Runde geht, und nun hoffentlich auch zu einem schönen Erlebnis für alle Mitlesenden wird. Denn natürlich stehen die Veröffentlichung der Gewinnertexte sowie Interviews und ein paar Folgen des lyrischen Mittwochs bevor, die direkt an die Ausschreibung anknüpfen.

Die Auswahl der Gewinnertexte war am Ende sehr schwer für mich. Denn nach einer sorgfältigen Vorauswahl und ab einem (un)bestimmten qualitativen Punkt konnte ich nicht mehr objektiv entscheiden, warum eine Einsendung tatsächlich besser gewesen ist als eine andere. Das liegt wahrscheinlich auch im Wesen der Kunst selbst begründet, da sie sich objektiver Beurteilung geradezu entzieht und letztendlich immer das Persönliche, das Subjektive einfordert. Mir erging es nicht anders, und schließlich habe ich zu einem gewissen Teil auch „aus dem lyrischen Bauch heraus“ entscheiden müssen.

Doch der vielen Worte nun genug! Ganz herzlich darf ich den Gewinnern der Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“ des textbasis.blogs gratulieren!

Den zweiten Platz belegt mit einem hypnotischen Sommergedicht, entlang eines verschwommenen Weges, auf dem sich Außenwelt und Impression ineinander verschränken,

Benjamin Bläsi.

Sein Gedicht trägt den Titel „Violetter Wind“ und dieser vermittelt bereits einen Vorgeschmack auf die starken Verse, die Sie bald erwarten werden. Ich verspreche, dass sie mit magischem Sprachgefühl und intensiven, kraftvollen Bildern ganz wunderbar zaubern. Herzlichen Glückwunsch. –

(Denken Sie sich bitte einen anschwellenden Trommelwirbel!) Und nun der erste Platz der aktuellen Ausschreibung, der nach einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Benjamin Bläsis Gedicht dem Gewinner zufiel: Auch ihm darf ich aus ganzem Herzen gratulieren – zu einer wunderbaren kleinen Geschichte, die in wellenschlagender Form zwischen sommerlicher Urlaubsstimmung und Selbstreflexion hin und her wechselt und dabei, auch für den Erzähler, zusehends Nachdenken und Wirklichkeit vermischt und verwebt. Unaufgeregt entspannt und komplex wogend-verwoben erreicht den ersten Platz die Erzählung „– Seestück –“ von

Matthias Engels.

Auch dieser Text wird bald auf dem textbasis.blog veröffentlicht werden. Ein Interview mit Matthias Engels folgt überdies, zugesagt hat er bereits. Sie dürfen sich demnach freuen – ich tue es ebenfalls – auf ein interessantes Gespräch mit dem ehemaligen Teilnehmer der vierzehnten Folge des lyrischen Mittwochs!

Vielen, vielen, vielen Dank abschließend noch einmal an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ohne Sie und ohne euch hätte es diese kleine Ausschreibung nicht geben können! Ich war erstaunt, wie viele mitgemacht haben; es war mir eine große Ehre!

Die Überraschungsgedichtbände werden natürlich ebenfalls in Kürze auf die Reise gehen.

Matthias Engels, Platz 1, gewinnt: eine signierte, limitierte Ausgabe von Ingolf Brökels Gedichtband „im abraum“!

Benjamin Bläsi, Platz 2, gewinnt: den aktuellen Gedichtband von Tristan Marquardt „das amortisiert sich nicht“!

Ich wünsche den Gewinnern viel Spaß mit diesen wunderbaren Lyrikbänden, mögen Sie unterhalten, inspirieren und faszinieren ohne Verfallsdatum.

Bis bald, und bleiben Sie lyrisch!


Das Ende ist nah! Aktuelle Informationen zur Ausschreibung.

So schnell ist nun der 15.09.2013 herangerückt. Nur noch wenige Stunden, bis die Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“ zu Ende geht. Auch heute kamen noch Texte bei mir im Postfach an, vielleicht waren es ja noch nicht die letzten. Und – thematisch passend – hält auch das richtig schlechte Wetter pünktlich zum Stichtag Einzug. Mir scheint es, als reichten sich Sommer und Herbst fröhlich die Hände.

Wichtiger jedoch als das Wetter, dass neben mir zum Fenster hereinlugt, ist das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Ausschreibung. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Ihre Texte an mich gesandt haben, hier kurz ein paar Worte:

Sobald mir alle Einsendungen vorliegen, nehme ich eine gründliche Sichtung vor und picke innerhalb der nächsten Tage meine Favoriten heraus. Die Verfasserinnen oder Verfasser derjenigen Texte, die nicht die ersten beiden Plätze belegen, werden von mir angeschrieben und erhalten selbstverständlich eine kurze Rückmeldung.
Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden ebenfalls von mir angeschrieben und wir besprechen dann gemeinsam das Vorgehen, tauschen die Adressdaten und organisieren ein bisschen alles Weitere.

(Während ich diesen Artikel verfasse, hüpfte gerade eine weitere Einsendung ins Postfach. Es ist also noch nicht die letzte Ruhe des Ausschreibungs-Treibens eingekehrt). Deswegen möchte ich mich, der Mitternacht heute vorgreifend, jetzt schon ganz herzlich bei allen bedanken, die sich Zeit genommen haben, Texte für die Ausschreibung zu verfassen. Vielen Dank!

PS: Mir ist erst in den letzten Tagen aufgefallen, dass der Ausschreibungstitel ein sehr … markantes Akronym bildet. Ich hoffe, dieses hat niemanden abgeschreckt; vielleicht hat es ja sogar manch eine oder einen motiviert. Es war auf jeden Fall nicht geplant; da hatte der Zufall sein Salz in die Schüssel gegeben.

In eigener Sache: Eventuell haben ein paar Leserinnen oder Leser
bemerkt, dass es in letzter Zeit etwas ruhig geworden war auf dem
Blog. Das lag und liegt daran, dass ich gerade nur sehr wenig Zeit
zum Bloggen finde. Zukünftig wird es vorerst etwas unregelmäßigere
Veröffentlichungs-Rhythmen geben; jedoch werden natürlich auch
weiterhin Folgen des „lyrischen Mittwochs“ und Artikel mit Schreib-
tipps erscheinen. Nur eben nicht mehr in ganz so rasanter Abfolge.
Frohes Schreiben allen!

[Kurz erinnert] Die Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“ endet bald

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ganz kurz möchte ich noch einmal an die kleine Ausschreibung hier auf dem Blog erinnern, die nun langsam aber doch zielgerichtet dem Ende entgegenschreitet. Am 15.09.2013 ist Stichtag dieses Experimentes, welches schon zahlreiche wunderbare Zusendungen in mein Postfach getragen hat. Dafür danke ich ganz herzlich allen, die bisher ihre Texte eingesandt haben!

Dennoch freute ich mich natürlich, wenn weitere gute und geniale Texte hereinflattern würden. Hier gibt es deswegen noch einmal den Link zur Ausschreibung mit den Informationen: Des Sommers dunkle Seite.
Und natürlich die Ausschreibung als PDF zum Mitnehmen: klick.


[Ausschreibung] Des Sommers dunkle Seite (beendet)

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Die Ausschreibung ist beendet!

26.09.2013: Die Gewinner stehen fest! (Zusammenfassung)

01.10.2013: Platz 2: Benjamin Bläsi – Violetter Wind

06.10.2013: Platz 1: Matthias Engels – –Seestück–

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist so weit: Der textbasis.blog wagt eine erste kleine Ausschreibung! Herzlich lade ich alle Autorinnen und Autoren, alle Dichterinnen und Dichter ein, teilzunehmen und ein paar kleine Preise abzustauben.

Hier gibt es die Ausschreibung als kompakte PDF: PDF herunterladen.
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Thema:
Des Sommers dunkle Seite
Einsendeschluss:
15.09.2013
E-Mail:
info@lektorat-textbasis.de
Art:
Gedicht (bevorzugt) oder Prosa; unveröffentlicht
Umfang:
max. 1500 Wörter

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Der Sommer fährt auf warmen Sonnenstrahlen

… durchs Land – und es wird Zeit. Doch die Wärme bringt nicht nur Freibad und Grillabende. Es mischen sich Sonnenbrände und Sommergrippen ins Wohlsein und zu viel Sonne verursacht manchmal gar seltsame Sommeranfangs-Depressionen und fiese Sonnenstiche.

Nicht immer muss ein klarer Himmel zu klareren Gedanken führen, unter dem erbarmungslosen Herabstürzen der goldenen Glutstrahlen vermengt sich im Geist manches, was am besten geordnet geblieben wäre. Das ist die andere Seite von tirilierenden Vögeln und gefüllten Fastfood-Restaurant-Außenbereichen. Das ist das Finstere vom Sommer, das viel privater und tiefer ist, das ist der rätselhafte Übergang vom durchwachsenen Mai in den brütenden Juni.

Der textbasis.blog sucht Ihre Texte, die sich diesem heißen Thema einfallsreich nähern, die sich mit dem wallenden Kontrast zwischen Hitze und Einbildung beschäftigen. (Denn man hat gehört von Halluzinationen reicher Oasen, die nichts anderes als zu viel Wüstensonne und ein Knick in der Optik waren.) Also: Schlagen auch Sie aufs Gemüt der Leserschaft und senden Sie Ihre Prosatexte oder Gedichte an den textbasis.blog.

Die beiden besten Texte

… werden auf textbasis.wordpress.com veröffentlicht und gewinnen jeweils einen Überraschungs-Gedichtband. Der erste Platz erhält überdies eine Einladung zur Teilnahme am lyrischen Mittwoch, der Plattform des textbasis.blogs für talentierte Autorinnen und Autoren, auf welcher man sich durch einen kurzen Text (Prosa oder Gedicht) und ein anschließendes E-Mail-Interview empfehlen kann. Bisher fanden bereits einundzwanzig Folgen des lyrischen Mittwochs statt und immer wurden sie positiv und lobend aufgenommen.

Ich freue mich auf Ihre Zusendungen und Ihre Ideen!

Vielen Dank und herzliche Grüße
Sebastian Schmidt

PS: Alle bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnhemer des Lyrischen Mittwochs sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen, Texte einzureichen!

Hier gibt es die Ausschreibung als kompakte PDF: PDF herunterladen.