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Ich bin so maiglöcklich! Ein-Wort-Blogparade

Liebe Leserinnen und Leser!

Etwas Ruhe ist hier auf dem Blog eingekehrt und die Gründe dafür sind schnell genannt. Vor allem liegt es daran, dass mich derzeit viele Projekte zeitlich sehr stark einbinden und die TEXTBASIS quasi auf Hochtouren läuft. Daraus folgt dann leider, dass ich den Blog erst einmal für ein Weilchen stilllegen muss. Anfragen per E-Mail oder Telefon erreichen mich natürlich wie gewohnt. Aber nun zum eigentlichen Thema …

Sybille Ebner vom sinn.wort.spiel-Blog veranstaltet derzeit (und nur noch für kurze Zeit, denn ich bin etwas spät dran) eine Blogparade. Schon letztes Jahr im Frühling fand eine solche statt, bei der es Gedichte einzureichen galt. Dieses Jahr ist nun wieder Frühling und auch die Parade kehrt zurück, allerdings mit anderem Thema.

Gesucht wird schlicht nach einem Wort, dem Frühlingswort sozusagen. Die genauen Regeln, finden sich nur einen Netzkatzensprung weit entfernt, nämlich im Originalbeitrag: hier.

Nachdem ich ein bisschen überlegt hatte, entschied ich mich zuerst für „maiglöcklich“. Also in etwa: „Nach diesem schrecklichen Winter trat er nun wieder vor die Tür, die Wiese war herrlich, sie war maiglöcklich und er war es auch.“ Leider hat mir Google verraten, dass nicht nur ich die Idee schon hatte, also schwenkte ich guter Dinge um auf „schneeglöcklich“. Aber auch das gab es schon! Noch mal von vorn, dachte ich, denn alles neu macht der Mai, heißt es zumindest … umständliche Formulierung, hmmm … – da fiel es mir wie Buchstaben aus der Suppe: Hier braucht es ein eigenes Wort – und so wurde mein Kandidat für die Ein-Wort-Blogparade: „neumaiisch“.

Zwar im Schriftbild nicht besonders hübsch, aber doch überraschend leichtgängig auf der Zunge:

Die Sonne kitzelte seine Nase, vorsichtig stand er auf und kleidetet sich an. Er trat zum Fenster, roch frisch gemähtes Gras und hörte die Stimmen vieler Vögel. Alle dunklen Tage und Gedanken waren fort, verschwunden über Nacht wie eine Narbe, die endlich verheilt war. Neumaiisch lag die Landschaft vor ihm – und an der Tür standen seine ausgetretenen Schuhe, ihre Kappen in Richtung Ausgang gerichtet.

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