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– Laborarbeit: Gemeinschaftsdichtung mit Sebastian Schmidt-

Inzwischen ist es einige Wochen her, dass Autor, Dichter und Buchhändler Matthias Engels und ich ein Lyrikexperiment gewagt haben. Detailliert beschreibt Matthias Engels im Originalbeitrag auf seinem Dingfest-Blog das Vorgehen. Hier sei zusammengefasst nur erwähnt, dass wir gemeinsam ein Ausgangsgedicht verfasst haben; dieses wurde danach jeweils abwechselnd von einem von uns zu einer neuen Version umgearbeitet, um die aufgetrennten Verse des Ausgangsgedichtes zu verschmelzen. Diese neuen Versionen ihrerseits wurden wiederum der Bearbeitung des jeweils anderen unterzogen und so weiter. Mit viel Fingerspitzengefühl hat Matthias Engels schließlich die so gewonnen Versionen in eine visuelle Form überführt, in der die einzelnen Verse ineinander aufgehen.Füge hier deine Gedanken hinzu… (optional)

DINGFEST

Vor einiger Zeit lud mich der Lektor und außerordentlich begabte Poet Sebastian Schmidt, den einige schon als Betreiber des textbasis-blogs und eventuell aus verschiedenen Beiträgen hier auf -dingfest-  kennen, zu einem ganz besonderen Projekt ein: Auf der von uns beiden sehr geschätzten Plattform edupad.ch wollte er versuchen, aus gemeinsam mit mir spontan erdachtem lyrischen Material, Texte zu entwickeln. Die Idee: am Ende Ergebnisse zu haben, die zu gleichen Teilen ihm und mir verpflichtet wären und die Grenzen des einzeln dichtenden Autoren-Ichs zu überwinden. -Wie gingen wir vor?

Zunächst brauchten wir Material und einigten uns auf einen Text, der abwechselnd aus einer Zeile von mir und einer Zeile von Sebastian bestehen sollte. Edupad ermöglicht es, simultan und zeitgleich zu arbeiten – sprich: Sebastian sah, was ich schrieb und antwortete seinerseits mit einer Zeile, die ich las und mit einer von mir ergänzte. Jeder vom Einzelnen angedachte Sinnzusammenhang und weiterer Verlauf…

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[Ausschreibung] Die Gewinner stehen fest!

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausschreibung,

nun ist es so weit! Alle Benachrichtigungen sind verschickt und zu allen, die einen Text eingesandt hatten, habe ich inzwischen Kontakt aufgenommen. Besonders habe ich mich gefreut über die interessanten Gespräche, die sich während und im Anschluss der Ausschreibung ergeben haben. Diese Ausschreibung war und ist ein tolles Erlebnis für mich, das jetzt in die zweite Runde geht, und nun hoffentlich auch zu einem schönen Erlebnis für alle Mitlesenden wird. Denn natürlich stehen die Veröffentlichung der Gewinnertexte sowie Interviews und ein paar Folgen des lyrischen Mittwochs bevor, die direkt an die Ausschreibung anknüpfen.

Die Auswahl der Gewinnertexte war am Ende sehr schwer für mich. Denn nach einer sorgfältigen Vorauswahl und ab einem (un)bestimmten qualitativen Punkt konnte ich nicht mehr objektiv entscheiden, warum eine Einsendung tatsächlich besser gewesen ist als eine andere. Das liegt wahrscheinlich auch im Wesen der Kunst selbst begründet, da sie sich objektiver Beurteilung geradezu entzieht und letztendlich immer das Persönliche, das Subjektive einfordert. Mir erging es nicht anders, und schließlich habe ich zu einem gewissen Teil auch „aus dem lyrischen Bauch heraus“ entscheiden müssen.

Doch der vielen Worte nun genug! Ganz herzlich darf ich den Gewinnern der Ausschreibung „Des Sommers dunkle Seite“ des textbasis.blogs gratulieren!

Den zweiten Platz belegt mit einem hypnotischen Sommergedicht, entlang eines verschwommenen Weges, auf dem sich Außenwelt und Impression ineinander verschränken,

Benjamin Bläsi.

Sein Gedicht trägt den Titel „Violetter Wind“ und dieser vermittelt bereits einen Vorgeschmack auf die starken Verse, die Sie bald erwarten werden. Ich verspreche, dass sie mit magischem Sprachgefühl und intensiven, kraftvollen Bildern ganz wunderbar zaubern. Herzlichen Glückwunsch. –

(Denken Sie sich bitte einen anschwellenden Trommelwirbel!) Und nun der erste Platz der aktuellen Ausschreibung, der nach einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Benjamin Bläsis Gedicht dem Gewinner zufiel: Auch ihm darf ich aus ganzem Herzen gratulieren – zu einer wunderbaren kleinen Geschichte, die in wellenschlagender Form zwischen sommerlicher Urlaubsstimmung und Selbstreflexion hin und her wechselt und dabei, auch für den Erzähler, zusehends Nachdenken und Wirklichkeit vermischt und verwebt. Unaufgeregt entspannt und komplex wogend-verwoben erreicht den ersten Platz die Erzählung „– Seestück –“ von

Matthias Engels.

Auch dieser Text wird bald auf dem textbasis.blog veröffentlicht werden. Ein Interview mit Matthias Engels folgt überdies, zugesagt hat er bereits. Sie dürfen sich demnach freuen – ich tue es ebenfalls – auf ein interessantes Gespräch mit dem ehemaligen Teilnehmer der vierzehnten Folge des lyrischen Mittwochs!

Vielen, vielen, vielen Dank abschließend noch einmal an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ohne Sie und ohne euch hätte es diese kleine Ausschreibung nicht geben können! Ich war erstaunt, wie viele mitgemacht haben; es war mir eine große Ehre!

Die Überraschungsgedichtbände werden natürlich ebenfalls in Kürze auf die Reise gehen.

Matthias Engels, Platz 1, gewinnt: eine signierte, limitierte Ausgabe von Ingolf Brökels Gedichtband „im abraum“!

Benjamin Bläsi, Platz 2, gewinnt: den aktuellen Gedichtband von Tristan Marquardt „das amortisiert sich nicht“!

Ich wünsche den Gewinnern viel Spaß mit diesen wunderbaren Lyrikbänden, mögen Sie unterhalten, inspirieren und faszinieren ohne Verfallsdatum.

Bis bald, und bleiben Sie lyrisch!